#18 Transformation

Das Wort „Transformation“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen (trānsformātio) und bedeutet Umwandlung, Umformung, Verwandlung oder Veränderung. Der Begriff wird in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet, vor allem um physikalische, mathematische oder biologische Verwandlungen zu beschreiben. Doch auch in der Politik- und Sozialwissenschaft findet er Anwendung. Transformation beschreibt dort grundlegende Veränderungen in der politischen und gesellschaftlichen Ordnung eines Staates. Die Zeit nach dem Ende der DDR und dem Zerfall des „Ostblocks“ wird als „postkommunistische Systemtransformation“ bezeichnet. Für Ostdeutschland bedeutet dies, dass sich ein Wandel von einer Diktatur hin zu einer Demokratie sowie von der Plan- zur Marktwirtschaft vollzog. Es wurde eine neue politische, wirtschaftliche, soziale, rechtliche und verwaltungstechnische Struktur eingeführt. Diese Veränderungen hatten tiefgehende Auswirkungen auf den Alltag und das Leben der Menschen und wirken bis heute fort.

Mehr erfahren:

  • Mehr zum Thema der Friedlichen Revolution, der deutschen Einheit und der Transformationszeit könnt Ihr in unserem Dossier nachlesen.
  • Wenn Euch interessiert, was Jugendliche für Projekte zu dieser Thematik gestaltet haben, schaut doch einmal ins Projektarchiv des Jugendwettbewerbs „Umbruchszeiten“.
  • Die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ kann bestellt werden und hält auch Unterrichtsmaterialien bereit.
  • Die Geschichtsmesse 2020 widmete sich dem Thema: „Neue Heimat, alte Grenzen? Gesellschaft und Transformation in Deutschland seit 1990“. Die Veranstaltungen können in der Mediathek nachgehört werden.