Kurzbeschreibung

In Folge des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt Berlin nach 1945 von den vier alliierten Siegermächten besetzt und in vier Sektoren eingeteilt. Von Anfang an gab es zwischen der Sowjetunion und den drei westlichen Alliierten Konflikte über die Berlin-Frage und die Zukunft der Stadt. Fast ein Jahr lang blockierte die Sowjetunion 1948/1949 die Zugangswege nach West-Berlin, eine Versorgung konnte nur über eine Luftbrücke der Westalliierten erfolgen. Dies wurde ein erstes weltweit bekanntes Symbol für die Teilung der Stadt.
Aufgrund der Repressionen, der schwierigen Versorgungslage und fehlenden Perspektiven in der DDR verließen Hunderttausende Menschen jedes Jahr die DDR und flohen in die Bundesrepublik Deutschland. Bereits 1952 wurde die innerdeutsche Grenze mit der Errichtung von Sperrzonen abgeriegelt. 1961 schloss die DDR mit dem Mauerbau in Berlin auch das letzte Schlupfloch. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 teilte eine Mauer Berlin. West-Berlin wurde durch die Mauer als Stadt völlig umschlossen und damit vom Umland abgetrennt. Damit sollten Fluchten in den freien Teil der Stadt unmöglich gemacht werden. Immer wieder versuchten Menschen dennoch, die Mauer zu überwinden und bezahlten mit ihrem Leben dafür.
Das Heft bietet einen Überblick über die Berliner Geschichte und besondere Schwerpunkte zur Geschichte Berlins nach der Einheit am 3. Oktober 1990 sowie zur Tradition der Zuwanderer in der Stadt. Wie Künstler das geteilte Berlin wahrnahmen, wie sie Geschichten um die Mauer und deren Fall sahen, wurde in einem Kapitel dieses Arbeitsheftes für den Unterricht zusammengetragen.

Didaktische Aufbereitung

Das Arbeitsheft ist thematisch als Überblicksgeschichte zu Berlin angelegt, in deren Mittelpunkt die Berliner Geschichte der Teilung und Vereinigung im 20. Jahrhundert erläutert wird. Ausführlich werden aber auch die multikulturellen Seiten der Stadt dargelegt - von der Einwanderungsgeschichte der Hugenotten nach Berlin über die jüdische Geschichte bis zur türkischen Gemeinschaft in Berlin. Konkrete Anregungen für den Unterricht enthält das Kapitel "Literarische Blicke auf Berlin", das auf Teilung und Einheit Berlins aus künstlerischer Sicht fokussiert. Als Bausteine für den Unterricht dienen kurze Texte von Peter Schneider, Matthias Koeppel und Helga Hahnemann. Sie können sowohl im Deutsch- als auch im Geschichtsunterricht analysiert werden.

Herausgeber/Institution
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Bibliographische Angabe
Deutschland & Europa: Reihe für Politik, Geschichte, Geographie, Deutsch. Heft 31, November 1995.
Bezugsmöglichkeit
Online unter: http://www.deutschlandundeuropa.de/31_95/berlin.pdf
Preis
0,00EUR
Verwendbar für Klassenstufe
5-10
11-13
Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern
Geschichte
Deutsch
Material behandelt folgende(s) Jahrzehnt(e)
1980er
1990er