Kurzbeschreibung

Einer kleinen Gruppe ost- und westdeutscher Umweltaktivisten und Journalisten gelingt es im Juni 1988, heimlich und ohne das Wissen der Staatssicherheit, ein Video über die katastrophale Umweltsituation in Bitterfeld zu drehen. Generell unterliegen seit 1982 alle Umweltdaten der DDR der strengen Geheimhaltung. Aktivisten, die die Umweltverschmutzung in der DDR anprangern, werden kriminalisiert. Der Raum Bitterfeld ist zu diesem Zeitpunkt eine der best überwachten Regionen der DDR. Die Entscheidung, hier vor Ort einen Film zu drehen, um Bilder von den skandalösen Zuständen in Natur und Stadt zu zeigen, ist mit großen Gefahren verbunden. Mit Geschick und Glück gelingen Filmaufnahmen, die in den Westen geschmuggelt werden. Es wird vereinbart, die Erstaufführung des Films „Bitteres aus Bitterfeld“ in Umweltzirkeln der DDR stattfinden zu lassen. Im September 1988 zeigt dann das ARD-Magazin „Kontraste“ Ausschnitte des Videos. Die Sendung löst besorgte Nachfragen und Forderungen in der DDR-Bevölkerung aus, vor allem jedoch große Unruhe bei den Verantwortlichen im Chemiekombinat Bitterfeld und bei der Parteiführung. Der Film rekonstruiert die Geschichte dieses Videos und seine Wirkung.


Didaktische Aufbereitung

Neben dem Film befindet sich auf der DVD ein Ablaufplan für Unterrichtsmodule, in denen „Bitteres aus Bitterfeld“ im Unterricht erarbeitet werden kann. Das Modul-System soll eine flexible Gestaltung des Unterrichts ermöglichen. Die Module bauen nicht zwingend aufeinander auf. Sie sind unabhängig voneinander einsetzbar und können variiert werden. Die Aufgaben fordern das Zusammenfassen von Kenntnissen, die Anwendung und Analyse, die eigenständige Recherche bis hin zu Fragen, die eine Bewertung und Beurteilung erfordern. Die DVD enthält Arbeitsblätter für den Unterricht, die auf die Module abgestimmt sind, sowie Auszüge aus Monika Marons Roman „Flugasche“ und eine Medienbibliographie mit Filmen, Literatur und weiterführenden Internet-Links zum Thema. In der Auseinandersetzung mit den aus unterschiedlichen, pluralen Perspektiven dargestellten Materialien können Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz erweitern und zugleich die Quellenkritik als grundlegende Kompetenz historischer Forschung einüben.

Herausgeber/Institution
WIM e.V.
Bibliographische Angabe
WIM e.V. (Produktion): Das war Bitteres aus Bitterfeld. Berlin 2009
Bezugsmöglichkeit
Bestellbar unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Preis
7,50EUR
Verwendbar für Klassenstufe
10
11-13
Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern
Geschichte
Politik
Sozialkunde
Erdkunde
Chemie
Gemeinschaftskunde
Material behandelt folgende(s) Jahrzehnt(e)
1970er
1980er