Kurzbeschreibung

Das Material bietet eine Methodensammlung für die Arbeit mit Interviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Unterricht. Die Interviews sind auf der Webseite www.zeitzeugen.brandenburg.de zu finden. Die Sammlung ist in einer PDF-Datei zusammengefasst und zu jeder der sieben vorgestellten Methoden steht ein didaktischer Kommentar zur Verfügung. Die Methoden sind in Einstiegs-, Erarbeitungs- und Abschlussvorschläge eingeteilt.

Zum Einstieg soll das Wissen der Schüler/-innen zu der Arbeit mit und dem Nutzen von Zeitzeugeninterviews gesammelt und reflektiert werden.

Die aktive Arbeit mit den Zeitzeugeninterviews kann sowohl in Partner- als auch in Gruppenarbeit durchgeführt werden. Für beide Konzepte liegt ein Vorschlag vor, welche jeweils auf die Analyse und Bekanntmachung mit Perspektiven von Zeitzeugen abzielen. Hierfür dürfen sich die Schüler/-innen selbst für ein Interview und somit für eine Sichtweise bzw. ein Thema entscheiden. Allen Interviews auf der Zeitzeugenwebseite ist gemein, dass die Zeitzeugen Unrecht in der SBZ oder DDR erfahren haben. Die Schüler/-innen sollen sich auf diese Weise mit der Geschichte eines der Zeitzeugen auseinandersetzen und erkennen, wie sich das Leben in einer Diktatur wie der DDR, auf einzelne Personen ausgewirkt hat.

An diese Arbeit anschließend kann ein Gallery-Walk durchgeführt werden, bei dem die Schüler ihre Ergebnisse vorstellen. Dabei soll auch eine Diskussion über die Vielfältigkeit der jeweiligen Berichte und ihre Übereinstimmung mit Vorwissen stattfinden. Eine weitere Methode des Abschlussmoduls ist, dass die Schüler/-innen einen Brief an den Zeitzeugen zu ihren eigenen Gefühlen und Ansichten zu dem Interview verfassen.

Didaktische Aufbereitung

Die PDF-Datei ist gegliedert in Einstiegs-, Erarbeitungs- und Abschlussangebote und bietet zu jedem dieser Abschnitte unterschiedliche Methoden zur Erarbeitung an.

Für den Einstieg sollen die Schüler/-innen in Form eines Brainstormings ihr Vorwissen zur Arbeit und Bedeutung von Zeitzeugen sammeln. Dadurch kann Interesse für das Thema geweckt und Vorwissen aktiviert werden.

In der Erarbeitungsphase wird eine Videoanalyse durchgeführt. Die Schüler/-innen erhalten auf diese Weise einen Einblick in die Lebensgeschichte eines Zeitzeugens in der DDR oder SBZ. Dies soll sie für das Unrecht sensibilisieren, welches das Regime in der DDR begangen hat.

Mit der Methode eines Gallery Walk üben die Jugendlichen zudem ihre Präsentationsfähigkeit und verdeutlichen und diskutieren die Vielfalt der Biografien. Eine andere Aufgabe ist es, einen Brief an den jeweiligen Zeitzeugen zu schreiben und von der eigenen Wahrnehmung des Videos zu berichten. Die Schüler/-innen versetzen sich auf diese Weise nicht nur in einen Menschen hinein, der Unrecht in der DDR oder SBZ erlebt hat, sondern reflektieren auch ihre eigenen Erkenntnisse der Unterrichtseinheit.

Die Vorgehensweisen der Arbeitsaufträge sind sehr unterschiedlich. So sollen die Lernenden ihre Ergebnisse auf Lernplakaten festhalten, Diskussionen zu diesen führen, Mind-Maps erstellen oder eigene Texte verfassen. Die Inhalte werden sowohl in Einzel-, Partner- als auch Gruppenarbeit erarbeitet.

Titelbild des Materials
Herausgeber/Institution
LAkD
Bibliographische Angabe
LAkD (Hrsg.), ,,Erfahrungsberichte über politisches Unrecht und Widerstand von 1945 bis 1989“ – Zeitzeugenportal.
Bezugsmöglichkeit
Kann als kostenloser Download erworben werden unter https://aufarbeitung.brandenburg.de/bildung/politisch-historische-jugendbildung/paedagogisches-material/
Verwendbar für Klassenstufe
10
10-13
11
11-13
12
13
9
9-12
9-13
Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern
Geschichte
Material behandelt folgende(s) Jahrzehnt(e)
1940er
1950er
1960er
1970er
1980er