Kurzbeschreibung

Das vorliegende Lehrmaterial „Zwangsaussiedlungen und Repressalien im Grenzgebiet“ thematisiert modular Zwangsaussiedlungen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Schülerinnen und Schüler werden unterschiedliche Perspektiven hinsichtlich der operativen Aussiedlungen aufgezeigt. Das erste Modul behandelt einleitend die Begriffsbedeutung von „Heimat“ und möchte die Jugendlichen für das Thema Vertreibung und Flucht sensibilisieren.  Im folgenden Modul wird das System der innerdeutschen Grenze veranschaulicht und die Schülerinnen und Schüler erfahren mehr über die Alltagsperspektiven der im Grenzgebiet lebenden Bevölkerung. Das dritte Modul beleuchtet den historischen Hintergrund der Zwangsaussiedlungen. Dabei werden die Rechtsgrundlagen sowie die beteiligten Staatsorgane und Opfergruppen behandelt. Im Zentrum des vierten Moduls stehen die involvierten Akteure der Zwangsaussiedlungen. Anhand realer Lebensgeschichten werden Einblicke in die Gefühlswelten und Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen offenbart und so eine kritische Auseinandersetzung mit der Verletzung der Menschenrechte in der DDR ermöglicht. Das fünfte Modul befähigt die Jugendlichen mit Hilfe von Zeitzeugenberichten die Lebensbedingungen der neuen „Heimat“ nachzuvollziehen. Im letzten Modul wird die erinnerungskulturelle Auseinandersetzung mit den von der SED-Diktatur begangenen Aussiedlungsoperationen an der innerdeutschen Grenze behandelt. Ferner bietet jedes Modul als zusätzliches Angebot Vorschläge für mögliche Exkursionen zu verschiedenen ehemaligen Grenzgebieten.

Didaktische Aufbereitung

Das Lehr- und Lernmaterial des Instituts für Didaktik der Demokratie funktioniert über die Bearbeitung verschiedener Module mit einem jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkt bezüglich der Thematik der Zwangsaussiedlungen. Methodisch erfolgt die Vermittlung der historischen Inhalte durch die kritische Auseinandersetzung mit Primärquellen. Es handelt sich um Bild- und Textquellen in Form von Zeitzeugenberichten, Dokumentarfilmen oder Zeitungsartikeln. Dazu werden Aufgaben und Fragen auf mehreren Arbeitsblättern formuliert, die sich auf die jeweilige Quelle beziehen und so eine kritische Einordnung der Inhalte ermöglichen. Die Arbeitsaufträge umfassen unter anderem Diskussionen der Jugendlichen untereinander, eigenständige Recherche, das Erklären von Begriffen sowie das Verfassen von Briefen. Am Ende eines jeden Moduls erhalten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit über Zusatzmaterialien mehr über den historischen Kontext der Zwangsaussiedlungen zu erfahren. Die Bearbeitung der verschiedenen Übungen verläuft teilweise eigenständig als auch in Gruppen bzw. Partnerarbeiten.

Leitprojekt Grenzgeschichten, „Zwangsaussiedlungen und Repressalien im Grenzgebiet“
Herausgeber/Institution
Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit metropolregion Hamburg
Bibliographische Angabe
Lehr- und Lernmaterial Grenzgeschichte(n), Zwangsaussiedlungen und Repressalien im Grenzgebiet. Hrsg Institut für Didaktik der Demokratie Metropolregion Hamburg
Bezugsmöglichkeit
kostenloser Download möglich, https://metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten/15053880/lehrmaterial-grenzgeschichten/
Preis
0,00EUR
Verwendbar für Klassenstufe
11-13
5-10
Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern
Geschichte