Ein Land, viele Geschichten: Die deutsche Einheit ist Geschichte und Gegenwart. Anlass genug, die vergangenen Jahrzehnte zu reflektieren und nach unserer gemeinsamen Zukunft zu fragen. 

In der Veranstaltung werfen wir einen Blick zurück auf den Einigungsprozess. Wir sprechen über das Ende der DDR, Erfolge und Misserfolge, über große Entwicklungen ebenso wie über persönliche Erlebnisse und Alltagserfahrungen in der Umbruchszeit. Wir blicken aber auch nach vorn: Was bedeutet „Einheit“ in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft? Wie begegnen wir Spaltung und Polarisierung? Wie vereint können wir sein angesichts unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten in Ost und West, Stadt und Land, zwischen Jung und Alt? 

Fernab von Vorurteilen möchten wir miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie wir die Einheit stärken und unsere Demokratie krisenfest und zukunftssicher gestalten können. 

Auf dem Podium bringen wir spannende Gäste zusammen, die unterschiedliche Hintergründe und Bezüge zur deutschen Einheit haben. Ihr Publikum hat an einer lebendigen Diskussion teil, lernt vielfältige, vielleicht auch neue Perspektiven kennen und ist eingeladen, eigene Erfahrungen und Diskussionsbeiträge einzubringen.

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Über die Buchungsanfrage treten Sie mit uns in Kontakt. Dort geben Sie Ihre Kontaktdaten und den Wunschtermin für die Veranstaltung an. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück.
Vor einem Geschäft für Fischwaren bildet sich eine lange Schlange, die bis auf den Gehweg reicht.
Worüber diskutieren wir?

Je nach Podiumszusammensetzung kann es u. a. um folgende Fragen und Themen gehen:

  • Gegenwartsbezug: Wie steht es heute politisch, gesellschaftlich und emotional um die deutsche Einheit? Wo wirken Teilung und Umbruch bis heute fort (etwa in Debatten um Ost-West-Identitäten oder die Wahlerfolge der AfD im Osten)? Wo werden Ostalgie oder Geschichtsverzerrung genutzt, um die kommunistische Diktatur weichzuzeichnen? Wie blicken junge Menschen auf die deutsche Teilung und Einheit? Sind diese Themen für sie überhaupt noch relevant?
  • Historische Verortung der deutschen Einheit: Wie sind Erfolge und Misserfolge des Einigungsprozesses rückblickend zu beurteilen? Welche Rolle spielen dabei strukturelle Veränderungen und persönliche Erfahrungen in der Transformationszeit nach 1990? Wie ist die deutsche Einheit im europäischen Kontext zu verorten?
  • Erinnerungskultur: Wie hat sich die Erinnerung an die deutsche Teilung und Einheit seit 1990 verändert? Welche Erinnerungs- und Gedenkorte brauchen wir heute? An was wird noch zu wenig erinnert? Wie können wir Erinnerung und Aufarbeitung fruchtbar machen gegen aktuelle Bedrohungen unserer Demokratie?
Welche Perspektiven bringen wir zusammen?

Wir stellen für jede Veranstaltung ein individuelles Podium zusammen. Dabei sind uns Vielfalt und Multiperspektivität wichtig:

  • Zeitzeugenperspektive: Wie wurde der Einigungsprozess ganz persönlich erlebt? Welche Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen setzte er frei? Wie machte sich die Einheit in Schule, Beruf, beim Einkaufen und in der Freizeit bemerkbar? Und wie wirkt diese Zeit bis heute nach?
  • Einordnende Perspektive: Wie lassen sich individuelle Erfahrungen mit der deutschen Einheit und Transformation in Bezug setzen zu größeren historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen? Welche historischen Rahmenbedingungen müssen dabei berücksichtigt werden? Welche Lehren lassen sich aus dem Einheitsprozess seit 1990 ziehen?
  • Gegenwartsperspektive: Wie engagieren sich Menschen heute für Demokratie und Einheit? Welche Rolle spielen dabei persönliche Diktaturerfahrungen? Welche Visionen für eine demokratische Zukunft braucht (und gibt) es? Wie können wir von einem jungen, frischen Blick auf die deutsche Einheit profitieren, ohne geschichtsvergessen zu sein?
Was haben wir noch auf dem Zettel?

Unsere Referentinnen und Referenten haben unterschiedliche Schwerpunkte und Bezüge zum Thema deutsche Einheit. Neben den genannten Aspekten kann es bei Ihrer Veranstaltung auch übergeordnete Längsschnittthemen gehen, etwa:

  • Frauen und die Einheit
  • Umbruchserfahrungen in Stadt und Land
  • Alltagsgeschichte der Transformation
  • Jung sein in Einheit und Umbruch
  • Emotionsgeschichte: 1990 als Befreiung/ Neustart/ Überforderung/ Verlust?

Unsere Referentinnen und Referenten

Unser Referentenpool besteht aus über 40 Referentinnen und Referenten mit vielfältigen und spannenden Hintergründen – einige davon stellen wir Ihnen hier vor. Die Bildergalerie wird noch wachsen – es lohnt sich also, nochmals vorbeizuschauen! Gerne können wir uns auch telefonisch oder per E-Mail über die Zusammensetzung Ihres Podiums austauschen.

Kostenfreies Bildmaterial

Historische Fotografien vermitteln eine Vielzahl authentischer Informationen und eignen sich hervorragend zur visuellen Ergänzung Ihrer Veranstaltung. In unserem Onlinefotoarchiv können Sie selbstständig in über 112.000 Fotos aus sechs Beständen recherchieren. Die Bilder stehen für eine nicht-kommerzielle Nutzung kostenfrei zur Verfügung. Wir laden Sie herzlich ein, im Onlinefotoarchiv zu stöbern und passende Motive für Ihre Veranstaltung zu entdecken.
Blick in ein Schaufenster mit dem Werbeslogan "Foto-Ruhe". Drinnen hängenFotografien von Kindern in schwarz-weiß. In der Mitte des Bildes ist eine gefaltete Flagge der DDR zu sehen.

Passende Plakatausstellungen

Titelbild der Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland"

Frauen im geteilten Deutschland (2025)

Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt.
Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen.
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Banner zur Ausstellung "Friedliche Revolution und deutsche Einheit kompakt"

Friedliche Revolution und deutsche Einheit kompakt (2024)

Die fünf Tafeln zeichnen die globalgeschichtlichen Rahmenbedingungen, die Entwicklung in Ostmitteleuropa, die Friedliche Revolution in der DDR, deren Selbstdemokratisierung sowie den Weg zur deutschen Einheit nach. Anhand von Karten und illustrierten Zeitleisten werden chronologische und geografische Zusammenhänge des Epochenumbruchs 1989/90 nachgezeichnet.
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Ausstellungsfoto von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit

Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit (2019)

Die Ausstellung erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit.
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Umbruch Ost Ausstellung

Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel (2020)

Die Ausstellung widmet sich dem Alltag der deutschen Einheit seit 1990. Im Zentrum der 20 Plakate umfassenden Schau stehen die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Deren Lebenswelten hatten sich mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 grundlegend verändert. Die Ausstellung steht auch als virtueller Rundgang zur Verfügung.
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