cover JHK 2014
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Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung erschien am 24. Februar erstmals im Berliner Metropol Verlag. Mit dem Verlagswechsel vom Aufbau Verlag sinkt der Buchhandelspreis des Jahrbuchs auf 29 Euro. „Mit der neuen Preisgestaltung wollen wir zeithistorisch interessierte Leserinnen und Leser außerhalb der Wissenschaft erreichen“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Themenschwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2014 ist der Kommunismus in Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. Darüber hinaus vereint der Band Beiträge zur Geschichte der SED-Diktatur, biografische Porträts sowie aktuelle Forschungsergebnisse zur internationalen Kommunismusgeschichte.

Die Themen reichen von der Frage, ob staatliche Förderung Chance oder Gefahr für die DDR-Aufarbeitung ist (Markus Goldbeck) über Möglichkeiten, die Geschichte der DKP zu erzählen (Knud Andresen) bis zur Betrachtung des Nationalen Rates für das Studium der Securitate-Archive in Rumänien (Carola Söller). Weitere Texte nehmen Stalins Rolle vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in den Blick (Gerhard Wettig) oder beschäftigen sich mit den Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Kommunistischen Partei Österreichs und der SED (Maximilian Graf).

Herausgeber

Ulrich Mählert • Jörg Baberowski • Bernhard H. Bayerlein • Bernd Faulenbach • Ehrhart Neubert • Peter Steinbach • Stefan Troebst • Manfred Wilke (†) im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Wissenschaftlicher Beirat

Thomas Wegener Friis (Odense) • Stefan Karner (Graz) • Mark Kramer (Cambridge, MA) • Norman LaPorte (Pontypridd) • Krzysztof Ruchniewicz (Wrocław) • Brigitte Studer (Bern) • Krisztián Ungváry (Budapest) • Alexander Vatlin (Moskau)

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung

Das 1993 von Hermann Weber in Mannheim begründete und seit 2004 im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung herausgegebene Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung ist die wichtigste deutschsprachige Plattform der deutschen und internationalen historischen Kommunismusforschung.

Bibliografische Angaben

Metropol Verlag Berlin, 336 Seiten, 26 Abb., 29,00 €, ISSN 0944-629X, ISBN 978-3-86331-169-8

Im METROPOL Verlag erhältlich

Aufsätze
Die Ambivalenz staatlicher Förderung: Eine Chance für die DDR-Aufarbeitung oder »gefährliche Abhängigkeit«?

// von Markus Goldbeck

Erinnerung an die DDR. Zwischen (N)Ostalgie und Totalverdammung

// von Elke Sieber

Vier Möglichkeiten, die Geschichte der DKP zu erzählen: Politische Erinnerungen ehemaliger DKP-Funktionäre

// von Knud Andresen

Im regionalen Unterbewusstsein: Fragmente kommunistischer Erinnerung im ethnisch gespaltenen Gedächtnis Südtirols

// von Joachim Gatterer

Europa statt Sozialismus – Strategien der Aneignung der sozialistischen Vergangenheit in Slowenien

// von Matej Kralj

Die Vergangenheit nationalisieren: Kroatien, Serbien und Bosnien schreiben die gemeinsame Geschichte des sozialistischen Jugoslawien neu

// von Tea Sindbæk

Zwischen politischer Instrumentalisierung und Verdrängung: Die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus in Öffentlichkeit, Geschichtspublizistik und Historiografie im postkommunistischen Albanien

// von Idrit Idrizi

Im Spannungsfeld von »nationalen« und »europäischen« Ansprüchen? Eine Betrachtung des Nationalen Rates für das Studium der Securitate-Archive in Rumänien

// von Carola Söller

Entsowjetisierung und Erinnerungspolitik in Zentralasien

// von Sergej Abašin

»In einem Vorleben war ich Europäer« – Melvin J. Lasky als transatlantischer Mittler im kulturellen Kalten Krieg

// von Maren Roth

Luise Schröter – Verräterin oder Sündenbock? Zur Gestapo-Mitarbeit der kommunistischen Kurierin im Jahr 1935

// von Udo Grashoff

Zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs: Welche Rolle spielte Stalin?

// von Gerhard Wettig

Mündigkeit und Messianismus: Zur Reichweite kommunistischer Befreiung im südindischen Telengana, 1946–1951

// von Patrick Hesse

Das System der Anleitung und Kontrolle der Parteileitungen in der SED

// von Mario Niemann

Parteifinanzierung oder Devisenerwirtschaftung? Zu den Wirtschaftsbeziehungen von KPÖ und SED, 1946–1989

// von Maximilian Graf

Deutscher oder sozialistischer Raum? Bildbände in der DDR

// von Henrik Nitsche

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung

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