Abstract

Nikolas Dörr: »Im Kalten Krieg entscheiden die Bataillone der besseren Sozialleistungen.« Einleitende Bemerkungen zum Verhältnis von Sozialpolitik, Kommunismus und Kaltem Krieg, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2024. Berlin: Metropol Verlag, pp. 1–12.

For Ludwig Preller, a Social Democrat member of the Bundestag, the issue was clear: in the Cold War, "the battalions of better social welfare make the difference". His bon mot from the 1953 Bundestag election campaign reflects the systemic rivalry between the two German states, which was far from settled in the early 1950s.

The Yearbook for Historical Research on Communism 2024 is devoted to communist social policy in the GDR and, in particular, in East Central Europe. It examines whether and to what extent the Cold War influenced social policy developments on both sides of the Iron Curtain. Comparative and individual case studies examine the Federal Republic of Germany, the German Democratic Republic, Bulgaria, Poland, Czechoslovakia, Yugoslavia, Austria and North Korea.

Über den Autor

Prof. Dr. Nikolas Dörr, geb. 1979 in Bad Soden, Magister Artium (Neuere Geschichte, Psychologie, Rechtswissenschaften), Diplom-Politikwissenschaftler. Professor für Politikwissenschaft und politische Bildung an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, zuvor u. a. Leiter der FIS-Forschungsgruppe »Der ›aktivierende Sozialstaat‹ – eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte deutscher Sozialpolitik, 1979–2017« und Vertretungsprofessor für vergleichende Sozialpolitik an der Universität Bremen. Veröffentlichungen u. a.: »Zeitenwende und Ostpolitik. So viel Idealismus wie möglich, so viel Realpolitik wie nötig«, in: Indes. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 10 (2022), H. 1/2, S. 136–146; »Ein Sonderfall zivil-militärischer Kooperation im Ersten Weltkrieg. Die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsämtern und deutschen Militärbehörden bei der Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten«, in: Historische Zeitschrift 314 (2022), H. 1, S. 32–67 (mit Lukas Grawe); Die Rote Gefahr. Der italienische Eurokommunismus als sicherheitspolitische Herausforderung für die USA und Westdeutschland 1969–1979, Köln, Weimar, Wien 2017; Die Gesichter des Bosen. Diktatoren und Staatsverbrechen im 20. Jahrhundert. Mit einem Geleitwort von Heribert Prantl, Bremen 2015 (mit Till Zimmermann). Gastherausgeber des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2024.

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung