Eine sommerlich gekleidete Gruppe betrachtet eine Steintafel an einer Mauer. Hinter der Mauer ist ein Stück eines historischen Gebäudes zu erkennen
© DaMOst

Frappierend daran ist nicht nur die fehlende juristische und politische Aufarbeitung der tausenden gewaltvollen Angriffe bis heute. In der ohnehin sehr jungen und schwach ausgeprägten gesellschaftlichen Diskussion darüber sind betroffene migrantische Stimmen nahezu fehlend. Ausgangspunkt für das Projekt sind vorangegangene Austausch- und Bildungsformate von DaMOst e. V. In diesen wurde deutlich, dass die postmigrantische Generation wenig über die verschiedenen und teilweise traumatischen Erfahrungen der Elterngeneration zwischen DDR, Mauerfall und Transformationszeit weiß. Es existiert ein Schweigen über Erfahrungen wie Rassismus und Gewalt, aber auch über Alltagserfahrungen in der DDR und der Folgezeit sowie über positive Erfahrungen der Selbstermächtigung durch Vereinsgründungen seit den 1990er Jahren. Diese Lücke adressiert das Projekt. Es hat zum Ziel, einen Beitrag zu einer Erinnerungskultur zu leisten, die (post-)migrantische Perspektiven nicht ausklammert, sondern sie in den Fokus setzt und angemessen repräsentiert. Die dafür eingesetzten Maßnahmen sind postmigrantische Erinnerungsreisen mit Zeitzeug*innengesprächen als eine Grundlage gesellschaftspolitischer Arbeit sowie die Durchführung eines Fachtags “Erinnerungskultur aus Jugendperspektive – Vernetzen, Fortbilden, Perspektivwechsel‘‘.

// Ein Projekt von: Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V.

 

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