Synagoge und Berliner Fernsehturm
© Bob Tschernay

Das ambivalente Verhältnis zwischen den ostdeutschen Juden und dem Staat DDR zeigt die Dokumentation durch die persönlichen Erfahrungen jüdischer DDR-Bürger auf. Salomea Genin, die als junge Kommunistin mit vielen Illusionen in die DDR kam, hoffte auch durch die Arbeit in der jüdischen Gemeinde etwas ändern zu können. Auch für den Schriftsteller und Journalisten Walter Kaufmann war die DDR Wahlheimat. Er findet erst spät zu seinen jüdischen Wurzeln zurück. Werner Lappe aus Dresden kommt mit seinen Eltern aus dem englischen Exil in die DDR. Er fühlt sich als sogenannter „Drei-Tages-Jude“, der nur zu den großen jüdischen Feiertagen in die Synagoge geht. Aber die jüdische Tradition war ihm immer wichtig. Der Rocksänger Andre Herzberg spürte die Zerrissenheit der Mutter, wenn sie sich zwischen der kommunistischen Überzeugung und der jüdischen Religion entscheiden sollte. Für ihn wurde die jüdische Identität nach der friedlichen Revolution 1989 ein neuer Anker.

„Schalom neues Deutschland - Juden in der DDR“ stellt die Biografien und die emotionalen Schilderungen der Protagonisten in den Vordergrund und zeigt, wie Juden in der DDR gelebt und gefühlt haben.

// Ein Projekt von armadafilm UG

Weitere Informationen
Mitwirkende

Wolfgang Benz, Salomea Genin, André Herzberg, Walter Kaufmann, Herbert Lappe, Karsten Troyke

Autoren

Mark Chaet, Tom Franke, Lutz Rentner

Kamera

Tom Franke

Ton

Stephan Schöbel, Karsten Gläser

Schnitt

Johan Robin

Fachberatung

Annette Leo

Musik

Mark Chet

Regie und Produktion

Tom Franke

Redaktion und Produktionsleitung RBB

Jens Stubenrauch und Rainer Baumert

Redaktion Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Dr. Sabine Kuder