Ergänzend zu tastbaren Objekten der Dauerausstellung soll ein neues Tastmodell zur Friedlichen Revolution entstehen, das zusammen mit einer Audiodeskription von Mitarbeiter*innen der Museumspädagogik, den Interessenvertreter*innen und den Gestalter*innen erarbeitet werden soll. Ziel des Projektes ist es, dass die Besucher*innen mit und ohne Behinderung in kleinen Gruppen von maximal zehn Personen die Andreasstraße als einen Erinnerungsort mit doppelter Bedeutung ertasten und damit kennenlernen können. So erinnert die Dauerausstellung in der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt einerseits an die Unterdrückung der politisch Inhaftierten. Andererseits steht die Andreasstraße durch die erste Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung am 4. Dezember 1989 auch für die zivilgesellschaftliche Befreiung von der SED-Diktatur. Diese Inhalte sollen praktisch durch Ertasten von Objekten, ausführliche Beschreibungen und einer dialogischen Gestaltung vermittelt werden.
// Ein Projekt der Stiftung Ettersberg – Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße