Die Ausstellungsmacher

© Foto: Louise Reichstetter
© Foto: Louise Reichstetter
Autor der Ausstellung ist Dr. Gerd Koenen, Jg. 1944. Mit seinem Buch „Das Rote Jahrzehnt“ (2001) hat er die Entwicklung der linksradikalen Gruppen von 1967 bis zum terroristischen Deutschen Herbst 1977 anschaulich beschrieben und die Motive der Aktivisten – einschließlich der eigenen – kritisch analysiert. Aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem aus der UdSSR ausgewiesenen Dissidenten Lew Kopelew und seinem Forschungsprojekt zur Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen entstand Gerd Koenens preisgekröntes Buch „Der Russland-Komplex“ (2005). Das Themenspektrum weiterer Bücher erstreckt sich von einer Literaturgeschichte des sozialistischen Personenkults („Die Großen Gesänge“, 1991) über die Urszenen des deutschen Terrorismus („Vesper, Ensslin, Baader“, 2003) bis zu den lateinamerikanischen Guerilla-Epen („Das Guevara-Projekt“, 2008). Der Historiker und Publizist lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im September 2017 erscheint bei C.H.Beck sein neues Buch „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“. www.gerd-koenen.de

Gerd Koenen: "Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus". Erscheint im September 2017 Weitere Informationen [30 KB]

Die Projektleitung und Gestaltung

Dr. Ulrich Mählert Die Leitung des Ausstellungsprojekts oblag Dr. Ulrich Mählert, der zudem gemeinsam mit Gerd Koenen die Fotos und Dokumente ausgewählt und kommentiert hat. 1968 in Neckarsulm geboren, Studium der politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik an der Universität Mannheim, 1994 Promotion. 1994 bis 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Arbeitsbereich DDR-Geschichte. 1998/1999 Organisation des Geschichtsforums "Getrennte Vergangenheit – gemeinsame Geschichte". Seit 1999 Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Dr. Thomas Klemm Die Ausstellungsgestaltung besorgte der Leipziger Grafiker Dr. Thomas Klemm 1975 in Dresden geboren, Studium der Geschichte und Kunstpädagogik in Dresden, Leipzig und Padua. 2012 Promotion mit der Arbeit "Keinen Tag ohne Linie? Die kunst- und gestaltungstheoretische Forschung in der DDR zwischen Professionalisierung und Politisierung". Klemm ist Gründungsmitglied des Leipziger Kreises - Forum für Wissenschaft und Kunst sowie freier Grafiker und Ausstellungsmacher in Leipzig. www.thomasklemm.com

Die Herausgeber

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt mit ihrer Projektförderung sowie eigenen Angeboten zur umfassenden Auseinandersetzung mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa bei. Das Deutsche Historische Museum ist ein nationales Museum, das die gesamte deutsche Geschichte in ihrem europäischen Zusammenhang darstellt. Es versteht sich, in Berlins historischer Mitte gelegen, als ein Ort lebendiger Vermittlung und Diskussion deutscher Geschichte.
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de www.dhm.de