Onlinedokumentation zur letzten DDR-Regierung

Dokumente, Bilder und Zeitzeugeninterviews unter www.deutsche-einheit-1990.de




Donnerstag, 12. April 1990: Lothar de Maizière wird von der Volkskammer mit 265 Ja- bei 108 Nein-Stimmen und neun Enthaltungen zum Ministerpräsidenten gewählt und die neue Regierung vereidigt. In den folgenden 173 Tagen verhandelt die einzige demokratisch gewählte Regierung der DDR die innen- und außenpolitischen Bedingungen für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. In seiner Regierungserklärung gibt Lothar de Maizière den Handlungsrahmen vor: „Die Einheit muß so schnell wie möglich kommen, aber ihre Rahmenbedingungen müssen so gut, so vernünftig und so zukunftsfähig wie möglich sein.“ Am 2. Oktober 1990 wird, nach 759 Kabinettsvorlagen, 164 Gesetzen und drei Staatsverträgen mit einem Festakt das Ende der DDR – und ihrer letzten Regierung – besiegelt.

Ausgehend von den Volkskammerwahlen am 18. März 1990 dokumentiert die Webseite „Aufbruch und Einheit“ die Arbeit der letzten und zugleich einzig demokratisch gewählten DDR-Regierung.

www.deutsche-einheit-1990.de

Bundesarchiv, Bild 183-1990-0412-029, Fotograf: Klaus Oberst

Historische Dokumente, Bilder, Filmmaterial und Zeitzeugeninterviews geben einen vielfältigen Einblick in den Regierungsalltag. Im Mittelpunkt stehen dabei die großen Herausforderungen, denen sich die Regierung de Maizière tagtäglich stellte, um das Land zu stabilisieren und zu demokratisieren. Zugleich bereiten sie den Weg für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten.