Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19

Die Ausstellung

Unsere Politik wird, so scheint es, zunehmend von Gefühlen bestimmt. Plakat Nostalgie - Ausstellung Die Macht der Gefühle
Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Die politische Mitte weiß mit den aufgeheizten Emotionen oft nichts anzufangen. Sie ist von der politischen Kultur der alten Bundesrepublik geprägt, in der das Gebot der Nüchternheit galt.

Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ an, die Ute und Bettina Frevert für die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie die Bundesstiftung Aufarbeitung erarbeiten. „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wählt eine emotionsgeschichtliche Perspektive auf die vergangenen 100 Jahre. Die Schau verdeutlicht die politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht von Emotionen wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Gefühlen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf: Konjunkturen, Wandel und Kontinuitäten.

Ideal für die Bildungsarbeit

Die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wird 2019 in mehreren tausend Exemplaren bundesweit für die schulische und außerschulische Bildung zur Verfügung stehen. Sie ist das ideale Medium für Schulen und öffentliche Einrichtungen.

Eine Ausstellung von Ute und Bettina Frevert, herausgegeben von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Alle Infos zur Ausstellung und Bestellmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite zur Ausstellung www.machtdergefuehle.de

Infoblatt zur Ausstellung [270 KB]

Die Autorinnen

© David Ausserhofer
© David Ausserhofer
Ute Frevert ist Historikerin und Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wo sie seit 2008 den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ leitet. Zuvor war sie Professorin an der Yale University, USA, sowie an den Universitäten Bielefeld, Konstanz und an der FU Berlin.

1998 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2016 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Sie ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Akademien.



Foto: fotostudio-charlottenburg
Foto: fotostudio-charlottenburg
Bettina Frevert hat in Heidelberg Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Anschließend arbeitete sie in einem Projekt der politischen Bildungsarbeit, wo sie mit jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Fragen rund um Integration, Zugehörigkeit und Teilhabe in Deutschland erforschte.

Derzeit ist sie neben ihrem vertiefenden Studium als historische Bildnerin tätig. An einer Berliner Gedenkstätte vermittelt sie die deutsch-deutsche Teilungsgeschichte an Schulklassen aus dem In- und Ausland.