Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken

Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke

Dr. h.c. Karl Wilhelm FrickeEhrenvorsitzender

geboren am 3. September 1929 in Hoym (Sachsen-Anhalt)

1948 Abitur in Aschersleben
1949 Flucht aus der SBZ nach Westdeutschland
1949-1953 Studien an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven und an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin
1952-1955 freiberuflich tätiger Journalist in West-Berlin
1955 von Stasi-Agenten aus West-Berlin entführt
1956 vom 1. Strafsenat des Obersten Gerichts der DDR wegen „Boykott- und Kriegshetze" zu vier Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt und bis 1959 in Brandenburg-Görden bzw. in Bautzen II in Strafhaft
1959-1969 freiberuflich tätiger Journalist in Hamburg
1970-1994 Leitender Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln
seit 1994 freiberuflich tätiger Publizist in Köln

1992-1994 Sachverständigen-Mitglied der Enquetekommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland". 1995-1998 Sachverständigen-Mitglied der Enquetekommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit". Seit 2000 Mitglied des Stiftungsrates und Vorsitzender des Beirates der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. 1996 Ehrenpromotion zum Dr. phil. h.c. am Fachbereich Politische Wissenschaft der Freien Universität. Berlin 2001 Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Seit 1998 Vorsitzender des Fachbeirates Gesellschaftliche Aufarbeitung / Opfer und Gedenken der Bundesstiftung Aufarbeitung, am 15.4.2010 zudem zum Ehrenvorsitzenden des Fachbeirats gewählt.

Buchveröffentlichungen:
„Warten auf Gerechtigkeit" (1971); „Politik und Justiz in der DDR" (1979); „Die DDR-Staatssicherheit" (1982); „Opposition und Widerstand in der DDR" (1984); „MfS intern" (1991); „Akten-Einsicht" (1995); „Der Wahrheit verpflichtet" (2000). „Konzentrierte Schläge" (1998) gemeinsam mit Roger Engelmann; „Bautzen II" (2001) gemeinsam mit Silke Kiewin; und „Der ,Tag X' und die Staatssicherheit" (2003) gemeinsam mit Roger Engelmann. 1996 Ehrenpromotion zum Dr. phil. h. c. des Fachbereichs Politische Wissenschaft der Freien Universität Berlin