Dokumentationen / Filme

Dokumentationen

Über die Arbeits- und Lebensbedingungen in den russischen Straflagern gibt es eine Vielzahl von Dokumentationen. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl an deutschsprachigen Dokumentarfilmen vor:

  • Loretta Walz: Im Schatten des GULAG - als Deutsche unter Stalin geboren.
    Dokumentarfilm von Loretta Walz in Koproduktion mit rbb und mdr, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2011.

    An ein Leben 'im Schatten des Gulag' erinnern sich acht Frauen und Männer, die ihre Kindheit und Jugend in der Sowjetunion verbrachten und deren deutsche Eltern während der stalinistischen Säuberungen verfolgt oder ermordet wurden. In ihrer zweiten Heimat – der DDR – sind sie zum Schweigen verpflichtet. Erst nach 1989 können sie über ihr Leben in der Sowjetunion offen reden. Einige von ihnen sprechen im Film erstmals über ihre Vergangenheit. Weitere Informationen

  • Mit 17 nach Sibirien - Die Deportationen deutscher Frauen und Mädchen in die Sowjetunion 1944/1945
    Dokumentarfilm von Daniela Hendel und Ivo Smolak, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2007.
    Länge: 45 Min.
    Der Film ist auf DVD mit Untertiteln auf Russisch, Englisch und Spanisch erhältlich.

  • Reise in die Hölle: Straflager Workuta
    Reportage von Rita Knobel-Ulrich für den NDR, 2004
    In der Dokumentation begeben sich drei ehemalige Gulag-Häftlinge auf Spurensuche: Im KGB-Archiv können sie die Häftlingsakten einsehen, im Butyrki-Gefängnis in Moskau werden die alten Zellen besichtigt. Dann geht es mit dem Zug nach Workuta.
    Länge: 45 Min.

  • Eisgang - Deutsche im Gulag
    Dokumentation von Erik S. Tesch, 2004.
    Länge: 85 Min.

  • Workuta - Deutsche in Stalins Lagern
    Dokumentation von Erik S. Tesch, 2004.
    Länge: 52 Min.

  • Der Gulag
    Zweiteiliger Dokumentarfilm von Iossif Pasternak, 2000.
    Teil 1: Die Zeit des Wassers, Länge: 100 Min.
    Teil 2: Die Zeit des Steins, Länge: 100 Min.

    Die Dokumentation beschreibt anhand von Zeugenberichten und historischen Dokumenten die Errichtung der großen (Arbeits-)Lager im Norden der Sowjetunion und die Leidensgeschichte der Verurteilen oder deportierten Menschen, die zur Urbarmachung bzw. Rohstoffgewinnung in die Einsamkeit am Polarkreis geschickt wurden. Der erste Teil zeigt die Anfänge, die Holzwirtschaft und den menschenverschlingenden Bau eines Kanals zum Polarmeer, der zweite ist der Errichtung der Schwerindustrie im Nordosten der Sowjetunion gewidmet.

  • Verschleppt ans Ende der Welt
    Dokumentation von Freya Klier, 1993.
    Länge: 60 Min.
    1993 brach die Regisseurin Freya Klier mit drei älteren Frauen nach Sibirien auf. Sie gehörten zur etwa halben Million deutscher Zivilisten, die gegen Kriegsende als ´lebende Reparationen´ von der Roten Armee zur Zwangsarbeit nach Rußland deportiert wurden, um die deutsche Kriegsschuld abzuarbeiten. Die Dokumentation gibt es auch mit englischen Untertiteln. Weitere Informationen

  • Lager des Schweigens. Workuta im Nordpolarkreis
    Dokumentarfilm von Bengt von zur Mühlen (Chronos-Film), 1990.
    Länge: 62 Min.
    Der Dokumentarfilm skizziert anhand von Archivbildern und Zeitzeugeninterviews die Schicksale von Deutschen, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter in das Lager Workuta, im Nordwesten des Uralgebirges, verschleppt wurden. Weitere Informationen

  • Der Internationale Gulag
    Dokumentarfilm von Sir John H. Noble.
    DVD ist dreisprachig (deutsch, französich, englisch), Länge: ca. 80 Min. Der Film ist über die Website www.john-noble.de erhältlich.


Weitere (Dokumentar-)Filme finden Sie unter www.ausstellung-gulag.org/de/512

Gulag

Spielfilme

The Way Back - Der lange Weg
USA, 2010, 133 Min., Regie: Peter Weir
Inhalt: Eine Gruppe von Sträflingen bricht aus einem stalinistischen Gulag in Sibirien aus. Zwischen den Flüchtenden und ihrem Ziel Indien liegt eine weite, lebensfeindliche Landschaft, die es zu überwinden gilt. In dem Film geht es weniger um die konkrete historische Geschichte, sondern mehr um eine psychologische Erkundung der "conditio humana" in Grenzsituationen.

Mitten im Sturm
Deutschland/Polen/Belgien 2009, 106 Min., Regie: Marleen Gorris
Inhalt: Filmische Adaption der Lebensgeschichte der russischen Schriftstellerin Eugenia Ginzburg, die den stalinistischen Säuberungen 1937 unschuldig zum Opfer fiel und zehn Jahre in einem sibirischen Gulag verbrachte.