Internationales Austauschprogramm "Memory Work"

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Im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen und Gewaltherrschaft schreibt die Bundesstiftung Aufarbeitung zum 1. Januar 2020 Mittel für das internationale Austauschprogramm „Memory Work“ aus.

Das Programm dient dem Zweck, den internationalen Austausch in Fragen von Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit Gewaltherrschaft und Diktatur anzuregen, die gegenseitige Kenntnis über die jeweilige Geschichte und deren Verarbeitung zu vertiefen und so zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Debatten und deren historischer und politischer, aber auch gesellschaftlicher Hintergründe im jeweiligen Kontext beizutragen.

Im Rahmen des Programms können deutsche Aufarbeitungseinrichtungen entweder ein Stipendium zur Finanzierung eines ein- bis dreimonatigen Aufenthalts an einer Partnereinrichtung im Ausland beantragen oder für den Aufenthalt von Kolleginnen und Kollegen ausländischer Einrichtungen in Deutschland. Ziel des Programms ist es, Vertreter/-innen dieser Einrichtungen die Möglichkeit zu geben, in einen Erfahrungsaustausch mit entsprechenden Partnern im Ausland zu treten, die sich thematisch mit der Aufarbeitung von Diktatur- und Gewalterfahrungen befassen. Dazu können gemeinsame Projekte genauso dienen wie die Vernetzung mit weiteren relevanten Institutionen während des Aufenthaltes im Gastland. Die internationale Vernetzung von Aufarbeitungsinstitutionen ist ein wesentliches Ziel des Programms.

Das Austauschprogramm richtet sich an Aufarbeitungseinrichtungen, NGOs, Gedenkprojekte und -initiativen, unabhängige Archive, Museen u. Ä., jedoch ausdrücklich nicht an wissenschaftliche Forschungseinrichtungen und Universitäten. Recherche- oder Forschungsreisen sind von der Förderung ausgeschlossen. Der Austausch muss nicht zwingend auf zwei oder mehrere Institutionen beschränkt sein, die ausschließlich der Auseinandersetzung mit kommunistischen Diktaturen gewidmet sind, jedoch soll mindestens eine der beteiligten Einrichtungen in diesem Bereich arbeiten.

Für die Antragstellung beachten Sie bitte:

  • Bewerbungsschluss für das Austauschprogramm ist der 31. August 2019. Für die Fristwahrung ist der Posteingang bei der Stiftung maßgebend. Ihre Anträge für das Memory-Work-Programm müssen also bis spätestens 31. August 2019 schriftlich (nicht per E-Mail) in der Geschäftsstelle der Bundesstiftung Aufarbeitung vorliegen. Der Nachweis der rechtzeitigen Absendung (Poststempel) genügt nicht.
  • Zur Antragstellung nutzen Sie bitte ausschließlich das unten stehende Antragsformular
  • Antragsberechtigt sind ausschließlich inländische Einrichtungen, die den Antrag auf Förderung des internationalen Austausches stellen können, nicht jedoch ausländische Institutionen.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich "Internationale Vernetzung".