Nachlese zur 2. Geschichtsmesse 2009

Logo 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Auftakt zum bundesweiten Erinnerungsjahr 2009 fand vom 29.-31. Januar 2009 auf Einladung der Bundesstiftung Aufarbeitung im Rahmen der zweiten Geschichtsmesse im Ringberg Hotel in Suhl statt. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter die Spitzen der bundesweit agierenden politischen Bildungs- und Kulturförderinstitutionen, Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultur- und Schulämtern, Museen, Gedenkstätten, Volkshochschulen, Archiven, Aufarbeitungsinitiativen sowie Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler informierten sich über Projekte und Initiativen anlässlich der 20. Jahrestage der Friedlichen Revolution und Deutschen Einheit oder präsentierten entsprechende Vorhaben. Im Verlauf der drei Tage fanden über 60 Projektpräsentationen statt. Darüber hinaus gaben Vorträge und Podiumsdiskussionen Einblick in aktuelle zeithistorische Debatten. Wie schon im März 2008 trugen Anbieter und Abnehmer historisch-politischer Bildungsarbeit mit ihrem Engagement zum Erfolg der Geschichtsmesse gleichermaßen bei.

Logo Geschichtsmesse 2009 Programm [480 KB]
Lesebuch zur 2. Geschichtsmesse inklusive Teilnehmerliste und Projektvorstellungen [4,0 MB]
Wanderausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung [4,0 MB]

Bildergalerie: 1. Tag der Geschichtsmesse, 29. Januar 2009

Die zweite Geschichtsmesse begann am 29. Januar 2009 und wurde durch die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Anna Kaminksy, und Markus Meckel, Vorsitzender des Stiftungsrates, eröffnet. Anschließend stellte Dr. Jens Hüttmann vom Projektbüro »20 Jahre Friedliche Revolution« der Bundesstiftung Aufarbeitung, die Initiativen der Bundesstiftung in den Jahren 2009 und 2010 vor. Daran anknüpfend präsentierte Dr. Axel Lubinski Planungen und Projekte des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Das Eröffnungspanel stand unter dem Titel »Was – Wie – Wozu Erinnern? Die DDR als Teil der öffentlichen Erinnerungskultur in der Bundesrepublik und ihren Kommunen«. Am Nachmittag gab es erste Präsentationen zu Projektplanungen des Bundes, der Länder und der Kommunen. Mit der Vorstellung der Filmreihe »Winter adé – Filmische Vorboten der Wende« der Deutschen Kinemathek ging der erste Tag der Geschichtsmesse zu Ende.

 

Bildergalerie: 2. Tag der Geschichtsmesse, 30. Januar 2009

Am zweiten Tag der Geschichtsmesse standen die Projektpräsentationen der verschiedenen Vereine und Aufarbeitungsinitiativen im Vordergrund. Nach der Vorstellung des neuen Onlineportals www.friedlicherevolution.de durch die Kooperative Berlin, fanden parallele Projektpräsentationen in folgenden Sektionen statt: Ausstellungen und Gedenkvorhaben; Veranstaltungen, Publikationen und Filme; die 20. Jahrestage und ihr Potential für das Stadtmarketing; Schul- und Bildungsprojekte sowie Zeitzeugen und Wahrnehmungmuster. Ganztägig gab es außerdem den Markt der Möglichkeiten, der den Teilnehmer(inn)en der Geschichtsmesse die Gelegenheit bot, sich einen Überblick über aktuelle Angebote zum Thema 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit zu verschaffen und zwischen den einzelnen Veranstaltungen miteinander ins Gespräch zu kommen.
Am Abend fand das Gespräch »Botschafter in zwei deutschen Staaten« mit Dr. Friedrich Bauer, Österreichischer Botschafter a. D., statt.

 

Bildergalerie: 3. Tag der Geschichtsmesse, 31. Januar 2009

Der dritte Tag begann mit der Vorstellung des Dokumentarfilms "Gesicht zur Wand" von Stefan Weinert. Darauf folgte die Filmvorführung "Einheitsmelodie". Mit einem Podiumsgespräch zum Stand der Deutschen Einheit ging das offizielle Programm der Geschichtsmesse am 31. Januar 2009 zu Ende. Eine Ortsbegehung Suhls mit Dr. Helmut Müller-Enbergs und Dr. Peter Wurschi unter dem Motto "Revolution und Staatssicherheit in Suhl" wurde optional angeboten.