Nachlese zur 4. Geschichtsmesse 2011

Die 4. Geschichtsmesse fand vom 24. bis 26. Februar 2011 im Ringberghotel Suhl statt. Die diesjährige Veranstaltung widmete sich dem Thema "Geteiltes Land – Gemeinsame Geschichte". Im 50. Jahr des Mauerbaus wollte die Bundesstiftung damit die Diskussion darüber anregen, wie die Jahre der deutschen Teilung erinnert und zugleich ihre Folgen überwunden werden können.

Auf der dreitägigen Veranstaltung fand ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Podiums-diskussionen, Zeitzeugengesprächen, Filmvorführungen und Vorträgen statt, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Erinnerungskultur(en) an den Mauerbau und die innerdeutsche Grenze beschäftigten. Ausgewählte Abendveranstaltungen auf der Geschichtsmesse standen Interessierten aus Suhl und Umgebung offen.

Zu den Podiumsgästen gehörten Eberhard Diepgen (ehem. Regierender Bürgermeister Berlins (West), der mit Helmut Müller (2. Sekretär der SED-Bezirksleitung in Berlin (Ost) über Politik und Alltag in der geteilten Stadt diskutierte. Als Zeitzeugen kamen Menschen zu Wort, die nach 1961 aus ihren Heimatorten, die an der innerdeutschen Grenze lagen, per SED-Dekret zwangsausge-siedelt wurden. Von ihren Fluchterfahrungen berichteten frühere Spitzensportler wie Eberhard Gienger, der in den 1970er Jahren seinem ostdeutschen Turner-Konkurrenten Wolfgang Thüne zur Flucht verhalf und Skisprung-Legende Hans-Georg Aschenbach, der nach seiner Flucht Doping im DDR-Sport publik machte.

Die Geschichtsmesse versteht sich als ein Forum für die Bildung und Beförderung von Kontakten und Netzwerken im Bereich der politisch-historischen Bildung. Diesem Ziel dient die Liste, die Anschrift und Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Geschichtsmesse verzeichnet.

Logo Geschichtsmesse 2011 Programm [330 KB]
Lesebuch [3,8 MB] zur 4. Geschichtsmesse inklusive Teilnehmerliste und Projektvorstellungen
Übersicht öffentlicher Veranstaltungen [100 KB]
Wanderausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung [6,1 MB]

Bildergalerie: 1. Tag der Geschichtsmesse, 24. Februar 2011

Die 4. Geschichtsmesse widmete sich dem Thema "Geteiltes Land – Gemeinsame Geschichte". Nach der Begrüßung und einer Einführung ins Programm wurde die Geschichtsmesse mit einer Filmvorführung eröffnet. Darauf folgten zwei Podiumsdiskussionen. Mit einer weiteren Filmvorführung und einem Zeitzeugengespräch ging der erste Tag der Geschichtsmesse zu Ende.
Grußwort [100 KB] von Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung

 

Bildergalerie: 2. Tag der Geschichtsmesse, 25. Februar 2011

Am zweiten Tag der Geschichtsmesse, dem 25. Februar, fanden vormittags und nachmittags jeweils fünf parallele Workshops statt, in denen die Teilnehmer/innen der Geschichtsmesse Initiativen und Projekte aus ihren Kommunen vorstellen konnten. Es gab Sektionen zu Projekten über Alltag und Grenze, Ausstellungen und Gedenkvorhaben, zu Multimedia in Schule und politischer Bildung sowie Schul-und Bildungsangeboten und Zeitzeugen und Wahrnehmungsmustern.
Außerdem fanden ein Podiumsgespräch zum Thema "Kalter Krieg im Kleinen? Politik in der geteilten Stadt" sowie das Zeitzeugengespräch "Grenzen überwinden. Sport im Kalten Krieg" statt.

 

Bildergalerie: 3. Tag der Geschichtsmesse, 26. Februar 2011

Am dritten und letzten Tag der Geschichtsmesse wurde der "Vertrag zur Förderung historischen Lernens. Vereinbarung zwischen dem Verband der Geschichtslehrer (Landesverband Thüringen) und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThiLLM)" geschlossen. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Deutsche Teilungsgeschichte in Unterricht und politischer Bildung" und dem Abschlusspanel "Die Mühen der Ebenen" ging die 4. Geschichtsmesse am 26. Februar 2011 zu Ende.