Nachlese zur 6. Geschichtsmesse 2013

Karikatur © Greser & LenzZwischen dem 28. Februar und 2. März 2013 besuchten auf Einladung der Bundesstiftung Aufarbeitung knapp 300 Anbieter und Abnehmer der historisch-politischen Bildungsarbeit aus Deutschland und Europa das verschneite Suhl.
Sie diskutierten unter dem Titel "Geschichte lernen im 21. Jahrhundert – Demokratie und Diktatur nach 1945 in Deutschland und Europa" drei Tage lang den neuesten fachdidaktischen und historisch-wissenschaftlichen Stand der Aufarbeitung.

In über 50 Projektpräsentationen stellten die Teilnehmenden Ausstellungen, Schulprojekte, Dokumentarfilme, Publikationen und Veranstaltungsvorhaben zur deutschen und europäischen Teilungsgeschichte vor und informierten auf dem Markt der Möglichkeiten über ihre Institutionen. Vorträge und Podiumsdiskussionen mit namhaften WissenschaftlerInnen bildeten den Rahmen des dreitägigen Forums und lieferten Einblicke in die aktuellen zeithistorischen Debatten.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung lud auch bei der 6. Geschichtsmesse alle Interessierten aus Suhl und Umgebung zu einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen bei freiem Eintritt ein. Den Auftakt bildete eine Lesung der Schriftstellerin und Journalistin Claudia Rusch. Am zweiten Abend stellte der Journalist und Schriftsteller Hermann Vinke sein neuestes Buch „Gegen den Strom der Unfreiheit. Zeitzeugen der DDR erinnern sich“ vor und sprach im Anschluss daran mit Zeitzeugen und Mitglieder des Bautzen-Komitees und der Initiative „Mutter-Kind hinter Gittern“ über ihre Erfahrungen mit Anpassung und Widerstand in der DDR. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Erinnerungskultur und Diktaturaufarbeitung in Deutschland und Europa seit 1990“ mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, Roland Jahn und Markus Meckel beschloss die sechste Geschichtsmesse.

Logo Geschichtsmesse 2013 Programm [480 KB]
Lesebuch [5,4 MB] zur 6. Geschichtsmesse inklusive Teilnehmerliste, Projektvorstellungen und Übersicht über ausleihbare Wanderausstellungen
Übersicht der öffentlichen Veranstaltungen [270 KB]

Bildergalerie: 1. Tag der Geschichtsmesse, 28. Februar 2013

Knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland und Europa fanden auch in diesem Jahr den Weg ins verschneite Suhl, um sich drei Tage lang anhand von Vorträgen und Podiumsdiskussionen zur deutschen und europäischen Teilungsgeschichte sowie über Ausstellungen, Schulprojekte, Dokumentarfilme, Publikationen und Veranstaltungsvorhaben zum Thema zu informieren.
Nach der Begrüßung hielt Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Pandel (Universität Halle-Wittenberg) ein Impulsreferat zum Thema "Geschichte lernen – Perspektiven für das 21. Jahrhundert", gefolgt von einer Podiumsdiskussion und einer Lesung mit Claudia Rusch. Den Vortrag von Prof. Pandel können Sie hier [190 KB] nachlesen.

 

Bildergalerie: 2. Tag der Geschichtsmesse, 1. März 2013

Wie in jedem Jahr stand auch bei der 6. Geschichtsmesse der zweite Tag ganz im Zeichen der Projektpräsentationen. Die Teilnehmenden stellten in elf Sektionen insgesamt 53 Projekte zur deutschen und europäischen Teilungsgeschichte vor.
Auch die Bundesstiftung Aufarbeitung präsentierte ihre Überlegungen und Vorhaben zum Europäischen Jahr der Zeitgeschichte 2014.

 

Bildergalerie: 3. Tag der Geschichtsmesse, 2. März 2013

Mit einem Vortrag zum Thema "Erinnerungskultur und Diktaturaufarbeitung in
Deutschland und Europa seit 1990" leitete Prof. Dr. Wolfgang Benz (Technische Universität Berlin) den letzten Tag der Geschichtsmesse ein. Mit einem öffentlichen Abschlusspodium, das unter der Frage "Lernen aus der Geschichte – Muss es einen antitotalitären Konsens geben?" stand, ging die 6. Geschichtsmesse am Nachmittag des 2. März 2013 zu Ende.