Grenze, Mauer, Teilung

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Es gab kein Niemandsland.

Es gab kein Niemandsland.

Ein Dorf im Sperrbezirk

Eine Produktion von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister, Heimatfilm GbR, hrsg. von der Stiftung Aufarbeitung, 2. Auflage, Berlin 2010. Mit umfangreichem Begleitmaterial für die Schule.

Die kleine Gemeinde Großburschla an der thüringisch-hessischen Grenze war über 28 Jahre Kriegsschauplatz – ein Dorf mitten im Kalten Krieg. Todesstreifen und Stacheldraht der innerdeutschen Demarkationslinie grenzten nicht nur unmittelbar an die Häuser und Höfe der Gemeinde, fast vollständig waren die Menschen hier von den „Grenzsicherungsanlagen“ eingeschlossen.

Nach dem 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus in Berlin, wurde die gesamte innerdeutsche Grenze durch das DDR-Regime zur unüberwindlichen Staatsgrenze erklärt. Für die Einwohner Großburschlas eine Katastrophe: Der hessische Nachbarort Heldra wurde unerreichbar, auch die fünf Kilometer tiefe Sperrzone auf der Ostseite konnte nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Wer aus dem Westen kam, und sei es nur als Besucher, hatte hier keinen Zutritt. Über 10.000 Menschen wurden aus dem Grenzgebiet zwangsausgesiedelt, hunderte von Häusern in Grenznähe abgerissen. „Aktion Ungeziefer“ nannten die DDR-Behörden zynisch diesen Willkürakt.

Betroffen war auch Familie Müller aus Großburschla. Nach der dramatischen Flucht des Sohnes in den Westen wurden die Müllers mit Observation, Inhaftierung und erzwungener Umsiedlung drangsaliert.

Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die leidvollen Erfahrungen des Lebens im Sperrgebiet die Menschen von Großburschla bis heute berühren.

Eine Co-Produktion der Heimatfilm GbR, des Rundfunks Berlin-Brandenburg und des Hessischen Rundfunks 2006, gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Schutzgebühr: EUR 5,00
(inkl. Versandkosten)