Grenze, Mauer, Teilung

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DER FALL X

DER FALL X

Wie die DDR West-Berlin erobern wollte

Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion der Heimatfilm GbR und des Rundfunk Berlin-Brandenburg, gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2010.

Eine filmische Rundfahrt durch West-Berlin Anfang der 1980er Jahre: ein Sprecher nennt emotionslos Straßennamen und Häuserfunktionen. Dabei stehen strategische Punkte der Stadt im Vordergrund, die im Fall einer Besetzung einzunehmen wären. Dieser Film war Teil der Vorbereitung der DDR-Aufklärung für den »Fall X« - der militärischen Eroberung West-Berlins. Für die DDR-Führung blieb West-Berlin immer ein rotes Tuch - dort saßen die Westalliierten, dort war der »Klassenfeind«. Anfang der 1970er Jahre kam es im Zuge der Entspannung zu rechtsgültigen Vereinbarungen der Westmächte mit der Sowjetunion über den Status Berlins. Doch es blieb die alte sowjetische Militärdoktrin gültig, dass im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung der Feind auf seinem Territorium vernichtend zu schlagen sei. Der Warschauer Pakt plante für diesen Fall einen Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem die Truppen der »Vereinten Streitkräfte« in sieben Tagen am Rhein stehen sollten. In diesem Fall hätten NVA und MfS in drei Tagen West-Berlin unter ihre Kontrolle zu bringen gehabt. Jährlich fanden Planspiele statt, die bis ins Detail festgelegten, wie und unter welchen Bedingungen West-Berlin unschädlich gemacht werden sollte. Der Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit neuen Dokumenten und bislang unbekanntem Filmmaterial an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges.

Laufzeit: Dokumentation ca. 45 Minuten

Die DVD enthält umfangreiches didaktisches Begleitmaterial, erstellt von www.paedigi.de.vu

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