Internationale Vernetzung

Gemäß ihrem Errichtungsgesetz hat die Stiftung gemäß § 2/2.6 „die Förderung der internationalen Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen, insbesondere im europäischen Rahmen“ als eine ihrer Aufgabe übertragen bekommen.

Die Stiftung konzentriert sich bei ihren Aktivitäten vor allem darauf, internationale Vernetzung und Kooperation durch entsprechende Veranstaltungen, Studienfahrten und Publikationen zu befördern und sich auch auf der internationalen Bühne als ein wichtiger Akteur der Aufarbeitung und als Schnittstelle zwischen gesellschaftlicher Aufarbeitung, Wissenschaft, Politik und Medien zu verstehen.


Zu den bisher auf diesem Arbeitsfeld von der Stiftung realisierten Vorhaben gehören die Erarbeitung von Publikationen sowie andere Vorhaben, die der internationalen Vernetzung dienen. Dazu gehören:

- Die Reihe der Internationalen Vademekums, in der bisher elf Länderausgaben erschienen sind (Spanien, Bulgarien, Deutschland, Polen, Ungarn, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Ukraine, Skandinavien, Grossbritannien).

- Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

- Die Online-Version des Internationalen Dissidentenlexikons, einer biografischen Datenbank der osteuropäischen Opposition.

- Das Austauschprogramm "Memory Work" zum internationalen Austausch in Fragen von Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit Gewaltherrschaft und Diktatur.

- Das umfangreiche Dokumentationsprojekt "Erinnerungsorte an die kommunistischen Diktaturen“, aus dem bisher fünf Buchpublikationen (Deutschland, Russland, Ukraine, Belarus, Mauer in der Welt) sowie drei Internetveröffentichungen (Korea, Prager Frühling 1968, Ungarische Revolution 1956) hervorgegangen sind.

- Die jährlichen Studienfahrten in ehemals kommunistisch beherrschte Staaten, um die dortige Aufarbeitungslandschaft und –diskurse kennen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen und Kooperationen anzuregen.

- Das Internationale Gedenkstättentreffen in Kreisau, das einmal im Jahr Vertreter von Gedenkstätten und Museen, Forschungseinrichtungen und NGOs in Kreisau zusammenführt und in dem zu Fragen der europäischen und nationalen Erinnerungskultur Projekte vorgestellt und debattiert werden.

- Die Mitwirkung der Stiftung an Kongressen auf internationaler Ebene wie im Europäischen Parlament sowie diversen Netzwerken sowie vielfältige Kontakte und Kooperationen mit diversen Partnerinstitutionen in zahlreichen Ländern von Chile, Argentinien, Peru, Spanien, USA, MOE.

- Die Zusammenarbeit mit der Internationalen Assoziation der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft und die Vertretetung der Stiftung auf allen internationalen Kongressen.