Jan Philipp Wölbern

Kurzbeschreibung der Dissertation

„Der Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR, 1962/63–1990“

Zwischen 1963 und 1990 kaufte die Bundesregierung 33.755 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei, im Gegenzug erhielt die DDR Waren und Valuta im Wert von rund 3,4 Milliarden D-Mark. Die geheim gehaltenen Verhandlungen wurden zwischen beauftragten Anwälten geführt, sodass erst nach der Wende Details dieser „Besonderen Bemühungen der Bundesregierung im humanitären Bereich“ an die Öffentlichkeit gelangten. Auf Basis der West- und Ostüberlieferung sowie der Befragung von Zeitzeugen konzentriert sich das Projekt auf die Entstehungsgeschichte, die Interessen der Akteure, das Prozedere und schließlich die Institutionalisierung und die langfristigen Wirkungen des Häftlingsfrei- bzw. -verkaufs im Kontext der deutsch-deutschen Beziehungen.