Jürgen Nagel

Seit Dezember 2018 verwahrt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mehr als 100.000 Negative und Abzüge des DDR-Fotografen Jürgen Nagel. Die Bilder des Freiberuflers sind fast ausschließlich Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Der Bestand zeigt unter anderem folgende Aufnahmen:

  • Alltag in der DDR, u.a. Kampfgruppenaufmarsch, Sammlung von Losungen im Straßenbild
  • Die Berliner Neubausiedlung Marzahn mit spielenden Kindern in Plattenbaukulisse aus den Jahren 1981 bis 1990
  • Die Friedliche Revolution
  • Dokumentationen von Kirchentagen
  • Dokumentationen der Friedenswerkstätte


Bei Fragen zum Bestand, wenden Sie sich gerne an die Kolleginnen und Kollegen des Stiftungsarchiv.

Biografisches

Jürgen Nagel wurde 1942 geboren. Nach einer Lehre als Fotochemiefacharbeiter wurde er aus politischen Gründen nicht zum Studium delegiert. Nachdem er wegen des Mauerbaus sein Studium an der Fachschule für Optik und Fototechnik in West-Berlin abbrechen musste, nahm er eine zweite Lehre auf, und wurde 1965 Facharbeiter als Fotograf. Von 1972 bis 1976 absolvierte er ein Fernstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2003 zog er sich fast vollständig von fotografischer Auftragsarbeit zurück.

Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen: "Begegnungen" (Porträts Berliner Bildender Künstler, 1976), "Spurensicherung" (Dokumentarsammlung, Losungen der DDR 1979 bis 1989), "Marzahn III" (Dokumentarsammlung, Leben in Beton 1981-1990) und "Zum Beispiel Cismar" (Porträtzyklus, Cismar 1997).

DDR-Alltag

 

Friedliche Revolution und Transformation