Historischer Kalender

1. Oktober

1.10.1950

Todesurteile und hohe Haftstrafen im „Lenigrader Fall“ verhängt. Hohe Staats- und Parteifunktionäre wurden wegen angeblichen Versuchs verurteilt, die Leningrader Parteiorganisation von der Partei abzuspalten.

1.10.1953

Neue Terrorurteile in der DDR: In Leipzig werden neun Personen wegen angeblicher Spionage zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt

1.10.1956

Auf zehn Theaterbühnen in der Bundesrepublik, in Dresden, in Zürich und in Wien wird das Stück »Das Tagebuch der Anne Frank« uraufgeführt.

1.10.1961

Die westdeutsche D-Mark ist als Zahlungsmittel in Ost-Berlin nicht mehr zugelassen. Künftig muss im Verhältnis 1:1 umgetauscht werden

1.10.1968

Im Auswertungsbericht des MfS zur Aktion »Genesung« wird festgehalten, dass es nicht nur in intellektuellen Kreisen, sondern auch in der Arbeiterschaft zahlreich Widerspruch gegen die Okkupation der CSSR gab.

1.10.1972

West-Berlins Regierender Bürgermeister Schütz weist darauf hin, dass für die Bundestagswahl am 19. November auch West-Berliner Bürger wahlberechtigt sind, sofern sie auch in einer westdeutschen Gemeinde gemeldet sind

1.10.1989

Der »Demokratische Aufbruch« wird gegründet

1.10.1990

Die Außenminister des Zwei-plus-Vier-Prozesses suspendieren die alliierten Vorbehaltsrechte

1.10.1990

Die britische Premierministerin Margaret Thatcher äußert in einem Fernsehinterview ihre Befürchtung, das vereinigte Deutschland könne erneut eine dominierende Rolle in Europa anstreben