Historischer Kalender

1. Mai

1.5.1929

Die KPD ruft trotz Demonstrationsverbot zu einer friedlichen Massendemonstration in Berlin auf. Es folgen drei Tage andauernde Straßenkämpfe mit der Polizei ("Blutmai").

1.5.1951

Die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ wirft mittels Luftballons Handzettel über SED-Maikundgebungen mit der Aufschrift „SED = Stalins ergebenster Diener“ ab

1.5.1953

Auf dem West-Berliner Platz der Republik nehmen rund 500.000 Menschen, darunter auch DDR-Flüchtlinge, an der Maikundgebung teil, die wie in den Vorjahren eine Demonstration gegen die kommunistische Diktatur wird

1.5.1954

Erste Ausgabe der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“, sie löst die seit Mitte April 1946 erscheinende Zeitschrift „Frischer Wind“ ab

1.5.1955

Betriebskampfgruppen marschieren erstmals bei der Maidemonstration in Berlin mit

1.5.1956

100.000 Menschen demonstrieren vor dem Schöneberger Rathaus in West-Berlin für die Wiedervereinigung Deutschlands.

1.5.1961

Ein geflüchteter Mitarbeiter des DDR-Außenministeriums berichtet in Washington über Pläne, die Flüchtlingswelle einzudämmen, darunter den Bau einer Mauer

1.5.1972

Westalliierte verurteilen die Ost-Berliner Militärparade zum 1. Mai als eine »von den sowjetischen Behörden zugelassene Verletzung des Vier-Mächte-Abkommens über den entmilitarisierten Status der Stadt«

1.5.1989

Bei der offiziellen Mai-Demonstration in Leipzig findet ein Schweigemarsch von rund 200 Personen als Gegendemonstration statt

1.5.1989

In Ost-Berlin nimmt die Volkspolizei fünf junge Menschen fest, die vor dem Brandenburger Tor Kerzen angezündet und für ihre Ausreise demonstriert haben

1.5.1990

In der DDR und in zahlreichen Ländern Mittelosteuropas finden zum ersten Mal keine offiziellen Veranstaltungen und Aufmärsche zum 1. Mai statt

1.5.2004

Beitritt der ehemaligen kommunistischen Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn sowie von Malta und Zypern zur Europäischen Union