Historischer Kalender

11. Oktober

11.10.1932

Hohe Haftstrafen gegen Mitglieder des „Bundes der Marxisten-Leninisten", die den Rücktritt Stalins gefordert und den Bruch der innerparteilichen Demokratie kritisiert hatten. Ein führendes Mitglied wird 1937 erschossen

11.10.1946

Jugoslawischer Bischof Aloisius Stepinac in einem von Papst-Protest begleiteten Schauprozess wegen Verschwörung zu Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt

11.10.1953

DDR und Tschechoslowakei veröffentlichen ein Abkommen über die Umwandlung der diplomatischen Missionen in Botschaften und den Austausch von Botschaftern

11.10.1956

Der Bischof der Lutherischen Kirche Ungarns, Ordaß, der 1948 wegen angeblicher Devisenvergehen verurteilt worden war, wird rehabilitiert.

11.10.1961

Der Deutsche Sportbund begründet den Abbruch der Beziehungen zur DDR

11.10.1962

Belgischer Priester Josef Ernest Vloeberg wegen „Verleitung zum Verlassen“ der DDR von Ost-Berliner Gericht zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt

11.10.1965

Das ZK der SED beschließt, Gruppen, die westliche Musik spielen, die Lizenz zu entziehen.

11.10.1968

Der Ost-Berliner Opernregisseur Horst Bonnet und seine Frau werden zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Verteilung von Flugblättern verurteilt, auf denen der Einmarsch in der CSSR kritisiert wurde.

11.10.1972

Die Außenminister Scheel und Tschi Peng-fei unterzeichnen in Peking ein Kommuniqué über die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen und den baldigen Botschafteraustausch

11.10.1989

SED kündigt „Vorschläge für einen attraktiven Sozialismus“ an

11.10.1989

Der slowenische KP-Chef und Reformer Milan Kucan hält einen Machtverlust seiner Partei bei den kommenden Wahlen im März für möglich

11.10.1990

Der Zwei-Plus-Vier-Vertrag wird von den USA ratifiziert

11.10.1990

Der litauische Präsident Vytautas Landsbergis wirbt bei seinem Frankreich-Besuch um Unterstützung für die Unabhängigkeit seines Landes und die Integration in Europa