Historischer Kalender

13. April

13.4.1919

Die KPD mit Eugen Leviné an der Spitze übernimmt die Führung der am 7. April ausgerufenen Münchener Räterepublik (auch "Baierische" Räterepublik).

13.4.1953

Das ZK der SED fasst den Beschluss »gegen das Versöhnlertum in ideologischen Fragen«; in diesem Zusammenhang werden schwere Vorwürfe gegen Dozenten der Hochschule für Planökonomie erhoben

13.4.1954

Früherer rumänischer Justizminister Patrascanu, der einen eigenständigen Sozialismus in Rumänien wollte, nach sechs Jahren Haft zum Tode verurteilt und drei Tage später hingerichtet

13.4.1956

215 aus der Sowjetunion entlassene und in der DDR inhaftierte Kriegsverurteilte kommen frei, 103 von ihnen kommen in die Bundesrepublik und nach West-Berlin.

13.4.1961

Bei Adenauers Besuch in Washington lehnt Kennedy dessen Bitte um ein europäisches Mitspracherecht beim Einsatz von Atomwaffen durch die NATO ab

13.4.1972

Die CDU/CSU- Bundestagsfraktion lehnt erneut die Ratifizierung der Ostverträge wegen ihrer »Doppeldeutigkeit« und »Unausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung« ab

13.4.1977

Schriftsteller Reiner Kunze verlässt nach seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband und Repressionen gegen seine Familie die DDR

13.4.1983

In Rumänien wird aus Angst vor Flugblättern der Besitz und Gebrauch von Schreibmaschinen eingeschränkt.

13.4.1989

Berlins Regierender Bürgermeister Walter Momper sagt in seiner Regierungserklärung: »Wir sind gegen die Mauer, die durch unsere Stadt geht, und ... in unseren Köpfen«

13.4.1990

Die Sowjetunion gesteht erstmals offiziell ihre Schuld an der Ermordung von 15.000 polnischen Offizieren im Frühjahr 1940, dem Massaker von Katyn, ein. Anlass war der Besuch des polnischen Staatspräsidenten Wojciech Jaruzelski in Moskau.