Historischer Kalender

13. Juli

13.7.1946

Der Sozialdemokrat Willi Jesse wird als erster höherer SED-Funktionär wegen seiner Kritik an der Zwangsvereinigung von KPD und SPD verhaftet

13.7.1949

Papst Pius XII. droht per Dekret allen Katholiken mit Exkommunikation, die Mitglieder oder Sympathisanten kommunistischer Parteien sind.

13.7.1951

Großbritannien und Frankreich erklären den Kriegszustand mit Deutschland für beendet

13.7.1953

Die USA wollen ihre Lebensmittelhilfslieferungen für die DDR im Wert von 15 Millionen US-Dollar trotz Ablehnung durch DDR und Sowjetunion in Grenznähe bringen

13.7.1956

Der Sekretär des ZK der SED, Albert Norden, versichert in Ost-Berlin, dass Republikflüchtlinge, die in die DDR zurückkehrten, keine Strafe zu befürchten hätten.

13.7.1961

Die Massenflucht aus der DDR sei »ein Novum« in Friedenszeiten, erklärt Bundesminister Ernst Lemmer in einer Rede im Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde

13.7.1968

In »Neues Deutschland« erscheint als publizistischer »Hauptstoß« der SED gegen die Prager Reformer und die vermeintliche Einmischung des Westens der Artikel »Die Strategie des Imperialismus und die CSSR«.

13.7.1972

Honecker vermeldet Breschnew in Moskau den erfolgreichen Abschluss der vier Monate zuvor begonnenen Verstaatlichungskampagne

13.7.1989

»RIAS« sendet einen Bericht zur Lage in der bundesdeutschen Botschaft in Budapest, die Zukunft der Flüchtlinge sei ungewiss

13.7.1990

Fast 5.000 albanische Botschaftsflüchtlinge dürfen nach Italien und in andere europäische Staaten ausreisen

13.7.1990

Die Interparlamentarische Union (IPU) berichtet in Genf, dass durch die ersten freien Wahlen in vielen Ländern Ostmitteleuropas der Anteil von Frauen in den Parlamenten drastisch zurückgegangen ist