Historischer Kalender

15. Dezember

15.12.1950

In der DDR wird mit dem "Gesetz zum Schutz des Friedens" auch ein Gesetz gegen die innere Opposition als "Feinde des Friedens" geschaffen. Völker-, Revanche-, Rassen- und Kriegshetze werden hart bestraft

15.12.1953

Walter Linse in Moskau erschossen. Der Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen wurde von der Staatssicherheit aus West-Berlin entführt

15.12.1953

US-Präsident Eisenhower zieht im Falle einer Ablehnung des EVG-Vertrages durch Frankreich ein bilaterales Abkommen mit der Bundesrepublik in Erwägung

15.12.1956

»Der Tagesspiegel« berichtet, dass sich die Kulturminister der Bundesländer darüber geeinigt haben, der »Ostkunde« an den Schulen mehr Beachtung zu schenken.

15.12.1961

Adolf Eichmann wird in Jerusalem zum Tode verurteilt. Am 31. Mai 1962 wird das Urteil vollstreckt

15.12.1965

Das 11. Plenum des ZK der SED rechnet mit der Jugend- und Kulturpolitik ab („Kahlschlagplenum“)

15.12.1968

Der polnische Schriftstellerverband erklärt sich auf einer Versammlung in Warschau bereit, gemäß der Parteilinie alles zu tun, um »politischen Konflikten in der literarischen Gemeinschaft entgegenzuwirken«.

15.12.1970

Zenon Klisko, enger Vertrauter des Vorsitzenden der polnischen KP Wladyslaw Gomulka, spricht sich für eine gewaltsame Niederschlagung des Aufstandes in Polen aus.

15.12.1972

Der UNO-Beobachter der DDR Grunert betont die Entwicklung der DDR zu einer sozialistischen Nation, die sich grundlegend von der bundesrepublikanischen unterscheidet

15.12.1973

Unter dem Vorsitz von Manfred Wilke wird das Sozialistische Osteuropa-Komitee Hamburg gegründet, das Oppositionelle in Mittel- und Osteuropa unterstützt

15.12.1989

Im Deutschen Theater in Ost-Berlin werden erstmals öffentlich Texte des DDR-Regimekritikers Robert Havemann verlesen

15.12.1990

Die »Aktuelle Kamera« der ehemaligen DDR wird zum letzten Mal ausgestrahlt