Historischer Kalender

15. April

15.4.1953

Das Politbüro der KPdSU legt dem ZK der SED die Rücknahme des rücksichtslosen Kurses beim Aufbau des Sozialismus in der DDR nahe

15.4.1956

Laut »Der Tagesspiegel« sind seit Jahresbeginn rund 50.000 Menschen aus der DDR nach West-Berlin geflüchtet.

15.4.1959

Fünf Studenten in Dresden wegen Protestes gegen die politischen Verhältnisse in der DDR zu Zuchthausstrafen verurteilt

15.4.1961

Die Evangelische Kirche kritisiert den Entwurf des neuen DDR-Arbeitsgesetzbuches, das die Umerziehung zum sozialistischen Menschen und dessen Abkehr vom christlichen Glauben zum Ziel hat

15.4.1968

Schüler in Ruhland/Oberlausitz verweigern für die Teilnahme an einem Kirchgang am zuvor als Feiertag abgeschafften Ostermontag den Schulbesuch

15.4.1972

Der Handel zwischen der UdSSR und der DDR war auch im Jahre 1971 defizitär. Vor allem auf dem Rohstoffsektor ist die DDR stark abhängig von der Sowjetunion

15.4.1988

Treffen der „Frauen für den Frieden“ in Karl-Marx-Stadt

15.4.1989

Die SPD- und SED-Gespräche über Menschenrechte ergeben weiterhin Uneinigkeit über den Schießbefehl

15.4.1990

In Rumänien feiern Hunderttausende Menschen erstmals wieder das Osterfest in ihren Glaubensgemeinschaften ohne staatliche Beschränkungen

15.4.1990

Am ersten Todestag des Reformpolitikers Hu Yaobang, dessen Tod 1989 die Proteste in China auslöste, wird ein Mann verhaftet, als er einen Gedenkkranz für »die tapferen Kämpfer« niederlegt.

15.4.1998

Kommandeur eines DDR-Grenzregiments wegen Totschlags an zwei Flüchtlingen vor dem Berliner Landgericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt