Historischer Kalender

18. Dezember

18.12.1953

Abgeordnete des britischen Unterhauses verurteilen die Kirchenverfolgung in Polen und bezeichnen sie als »eines der finstersten Kapitel der Geschichte Europas seit dem Krieg«

18.12.1956

In Ungarn werden die Massenverhaftungen fortgesetzt. Bisher wurden 600 Personen u. a. wegen »illegalem Waffenbesitz« verurteilt.

18.12.1957

SED-Politbüro beschließt, die Tätigkeit von Studentenpfarrern und Studentengemeinden an den Hochschulen unterbinden zu lassen

18.12.1961

Die DDR zieht Botschafter aus Albanien ab

18.12.1964

Wolfgang Harich nach acht Jahren politischer Haft vorzeitig entlassen

18.12.1965

Bildung des Staatssekretariats für gesamtdeutsche Fragen in der DDR

18.12.1968

Das »Studio am Stacheldraht« in West-Berlin wendet sich an neue DDR-Grenzposten: »Jeder zweite Einwohner der ›Hauptstadt der DDR‹ hat Verwandte in West-Berlin!«.

18.12.1972

Der CDU-Abgeordnete Wohlrabe gibt bekannt, dass die Bundesregierung 1971 und 1972 für die Freilassung von DDR-Häftlingen 163 Mio. DM bezahlt hat

18.12.1976

Austausch und damit Freilassung des sowjetischen Dissidenten und Schriftstellers Wladimir Bukowski gegen den chilenischen KP-Chef Luis Corvalán

18.12.1987

Volkskammer beschließt offiziell die Abschaffung der Todesstrafe in der DDR

18.12.1989

Schweigemarsch mit rund 150.000 Teilnehmern in Leipzig für die Opfer des Stalinismus. Auch in Dresden, Schwerin, Halle und Ost-Berlin finden große Demonstrationen statt

18.12.1989

In Moskau nehmen etwa 10.000 Menschen an der Trauerfeier für den am 14. Dezember verstorbenen Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow teil, als einzige politische Forderung wird die Steichung der Führungsrolle der KPdSU laut

18.12.1990

Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Stasi- Akten, Joachim Gauck, fordert gesetzliche Regelungen für die Einsicht in die Stasi-Akten

18.12.1990

In Albanien wird das Mehrparteiensystem offiziell eingeführt und damit das Machtmonopol der Kommunisten aufgegeben

18.12.1998

In Polen wird das Institut des Nationalen Gedenkens (Instytut Pamieci Narodowej, IPN) gegründet.