Historischer Kalender

18. Mai

18.5.1928

Beginn des Šachty-Prozesses gegen sowjetische und deutsche Wissenschaftler und Techniker (erster Schauprozess in der UdSSR). Todesurteile gegen elf von 53 Angeklagten.

18.5.1953

Der ehemalige Leiter des Prager AP-Büros, Oatis, der u. a. wegen »Spionage« zwei Jahre in tschechoslowakischer Haft war, kehrt nach seiner Begnadigung nach New York zurück

18.5.1956

Der ungarische KP-Chef Rákosi übt Selbstkritik und gesteht ein, dass es in den letzten Jahren zu »schweren Gesetzesverletzungen« durch die Führung gekommen sei.

18.5.1961

Vor dem Hintergrund der geplanten Gespräche zwischen den Supermächten wird in Bonn über neue Verhandlungen über Deutschland und Berlin spekuliert

18.5.1972

Bei der Beisetzung des katholischen litauischen Arbeiters kommt es zu Ausschreitungen, in deren Folge die Polizei brutal gegen die Demonstranten vorgeht, die die Freiheit Litauens fordern

18.5.1976

Auf dem IX. SED-Parteitag werden in Programm und Statut der Partei alle gesamtdeutschen Bezüge gestrichen.

18.5.1983

MfS-Aktion gegen die Jenaer „Friedensgemeinschaft“ beginnt; 40 Mitglieder in den Westen abgeschoben

18.5.1989

Der Litauische Oberste Sowjet erklärt die Unabhängigkeit Litauens

18.5.1990

Die Finanzminister der Bundesrepublik und der DDR unterzeichnen in Bonn den Vertrag zur Schaffung einen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, die am 1. Juli 1990 in Kraft treten soll