Historischer Kalender

18. Juli

18.7.1924

Die KPD gründet in Halle/Saale den Roten Frontkämpferbund (RFB). Alle "klassenbewussten" Arbeiter werden zum Beitritt aufgerufen.

18.7.1946

Todesurteil gegen zwei "Penzliner Jungen" vollstreckt, die neben anderen Jugendlichen willkürlich von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und gefoltert wurden

18.7.1952

Zwölf Todesurteile im Prozess gegen das „Jüdische antifaschistische Komitee" in der Sowjetunion wegen angeblicher nationalistischer Tätigkeit und Spionage verhängt

18.7.1953

US-Außenminister Dulles beschuldigt die Sowjetunion, die alleinige Schuld am Fortbestehen der Teilung Deutschlands zu tragen und fordert eine Zustimmung zu freien Wahlen

18.7.1956

Der Erste Sekretär des ZK der ungarischen KP, Mátyás Rákosi, tritt zurück und gibt zu, »für die schweren Fehler des Persönlichkeitskultes und die Verletzung sozialistischer Gesetze verantwortlich« zu sein. Nachfolger wird Ernö Gerö.

18.7.1961

In der ersten Julihälfte flüchteten 12.576 Personen aus der DDR nach West-Berlin und ins Bundesgebiet

18.7.1972

Zwischen Österreich und Polen wird ein Abkommen über die Aufhebung der Visa-Pflicht unterzeichnet

18.7.1980

Polnische Streikbewegung greift auf Industriestadt Lublin über, wo erstmals Arbeiter der Verkehrsbetriebe die Arbeit niederlegen

18.7.1985

„FAZ“ druckt Offenen Brief von DDR-Teilnehmern der Moskauer Weltfestspiele, die das Recht auf freie Meinungsäußerung und Reisefreiheit in der DDR fordern

18.7.1989

Auf einer Konferenz des KPdSU-Politbüros mit regionalen Parteiführern erklärt Gorbatschow: »Die Perestroika hinkt stark hinter den Prozessen in der Gesellschaft her«.

18.7.1989

Der Ost-Berliner Generalstaatsanwalt verweigert dem Vorsitzenden des DDR-Rechtsanwaltskollegiums, Gregor Gysi, Akteneinsicht in die Auszählung der Kommunalwahlen vom 7. Mai

18.7.1990

Ungarn und die Sowjetunion nehmen als erste Staaten des Warschauer Paktes offiziell Beziehungen zur NATO auf