Historischer Kalender

2. Januar

2.1.1953

Das ZK der SED ordnet an, Lehren aus dem Prager Slánský-Prozess zu ziehen. Es gälte, gegen die »ideologische Sorglosigkeit und alle Abweichungen von der Parteilinie einen entschiedenen Kampf zu führen«

2.1.1956

Die ersten Soldaten der im November 1955 gegründeten Bundeswehr beziehen die Kasernen in Andernach, Wilhelmshaven und Nörvenich.

2.1.1961

Auf einem Empfang in der kubanischen Botschaft in Moskau sichert Chruschtschow Fidel Castro im Falle einer US-Intervention Hilfe zu.

2.1.1972

Bundesinnenminister Genscher verurteilt in "Welt am Sonntag" Minenfelder und Schießbefehl an der DDR-Grenze und fordert deren Überwindung im Rahmen einer gesamteuropäischen Entspannungspolitik

2.1.1972

CDU-Landtagsabgeordneter Runtsch äußert sich besorgt über die steigende Zahl der in die Bundesrepublik entlassenen amnestierten DDR-Häftlinge und fordert Verbesserungen zur Eingliederung in den westdeutschen Arbeitsmarkt

2.1.1978

„Der Spiegel“ veröffentlicht das „Manifest des Bundes Demokratischer Kommunisten“, in dem oppositionelle SED-Mitglieder über den Machtapparat und das Leben von Spitzenfunktionären informieren

2.1.1989

Hans-Otto Bräutigam, scheidender Ständiger Vertreter der Bundesrepublik bei der DDR, erklärt in einem Interview, eine Demokratisierung der DDR im westlichen Sinne sei kaum vorstellbar

2.1.1989

Nach 28 Jahren Verbannung kehrt der litauische Titularbischof Steponavicius nach Wilna zurück

2.1.1990

Das sowjetische Außenministerium gibt in Ost-Berlin bekannt, dass die Sowjetunion bereit sei, den Warschauer Pakt aufzulösen und in ein politisches Bündnis umzuwandeln

2.1.1990

Václav Havel besucht auf seiner ersten Auslandsreise zunächst Ost-Berlin und dann die Bundesrepublik Deutschland

2.1.1992

Nach Inkrafttreten des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) beginnt die Akteneinsicht für Bürger, Wissenschaftler und Medienvertreter