Historischer Kalender

2. Juli

2.7.1937

Politbüro-Beschluss »Über die antisowjetischen Elemente« bildet die Grundlage für die größte Massenoperation des »Großen Terrors« in der Sowjetunion, dem 1937/38 Hunderttausende zum Opfer fallen.

2.7.1949

Zweimillionste Tonne Fracht seit Bestehen der Luftbrücke nach West-Berlin geliefert

2.7.1953

Das Berliner Abgeordnetenhaus fordert die Wiederherstellung des freien Verkehrs in den vier Sektoren und die Abschaffung des Passierscheinzwanges

2.7.1956

Die sowjetische Führung spricht sich von der Mitverantwortung für die stalinistischen Verbrechen frei. Man habe im »bitteren Kampf gegen die imperialistische Welt (....) Einschränkungen der Demokratie« in Kauf nehmen müssen.

2.7.1961

Chruschtschow droht gegenüber dem britischen Botschafter in Moskau mit einem nuklearen Angriff auf Großbritannien

2.7.1972

Das Informationsbüro West berichtet über Versorgungsengpässe in der DDR bei Nahrungsmitteln und Konsumgütern

2.7.1989

Die italienische Delegation demonstriert bei den kommunistischen Weltfestspielen der Jugend in Pjöngjang mit T-Shirts Solidarität mit chinesischer Demokratiebewegung

2.7.1989

Der sowjetische Schriftstellerverband fordert, Alexander Solschenizyn zu rehabilitieren und seinen Roman »Archipel Gulag« in »großer Auflage« zu veröffentlichen

2.7.1990

Erstmals seit dem Mauerbau verkehrt wieder ein durchgehender S-Bahn-Zug zwischen Ost- und West-Berlin

2.7.1990

Das Parlament Sloweniens erklärt die jugoslawische Teilrepublik für souverän

2.7.1992

Schiedskommission der Berliner SPD beschließt Parteiausschluss gegen SDP-Mitbegründer Ibrahim Böhme nach erwiesener MfS-Tätigkeit