Historischer Kalender

2. August

2.8.1948

Die ersten Wechselstuben werden von privaten Bankfachleuten im britischen Sektor Berlins eröffnet. Der Wechselkurs beträgt für 1 DM (West) 2,20 M (Ost)

2.8.1951

Früherer polnischer KP-Generalsekretär Gomulka und seine Frau verhaftet

2.8.1953

Die DDR-Eisenbahndirektion gibt keine Fahrscheine mehr nach West-Berlin aus. Zudem versperren Streifen der Volkspolizei auch Fahrradfahrern den Weg nach West-Berlin

2.8.1954

Verhaftungsaktion „Pfeil“ beginnt. Innerhalb kürzester Zeit werden in der DDR Hunderte vermeintliche „Agenten“, „Spione“ und Regimegegner verhaftet.

2.8.1956

Königin Elisabeth II. lässt die Einberufung von mehreren Zehntausend britischen Militärreservisten verkünden.

2.8.1961

Das Oberste Gericht verurteilt fünf Angeklagte wegen „Menschenhandels“ zu Haftstrafen von insgesamt 37 Jahren

2.8.1961

Innerhalb von 24 Stunden erreichen 1.322 Flüchtlinge das Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde

2.8.1968

Der Krisengipfel in Bratislava der Parteichefs der Sowjetunion, der DDR, Polens, Ungarns und Bulgariens beginnt zunächst ohne die KPC. Breschnew informiert über die mit Dubcek vereinbarten Forderungen.

2.8.1972

Die tschechoslowakische »Rude Pravo« bestreitet den politischen Charakter der Prozesse und wirft der westlichen Presse einen antikommunistischen Kreuzzug vor

2.8.1989

Gorbatschow betont weitgehende Übereinstimmung mit den Regierungen in Bonn, London und Paris in zahlreichen konzeptionellen Fragen der Abrüstung und der »wirtschaftlichen Annäherung des Westens und des Ostens«

2.8.1989

DDR-Grenzsoldaten versuchen, Lotte und Wolfgang Templin, die sich auf der Durchreise von Warschau nach West-Berlin befinden, nach Polen abzuschieben. Die Bürgerrechtler mussten 1988 zwangsweise in den Westen ausreisen

2.8.1990

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und DDR-Staatssekretär Günter Krause unterzeichnen den Wahlvertrag für die ersten gesamtdeutschen Wahlen