Historischer Kalender

20. Juli

20.7.1937

Großer Terror: Beginn der durch das sowjetische Politbüro beschlossenen NKWD-Operation zur »Liquidierung des in den Betrieben der Nationalen Verteidigung arbeitenden deutschen Kontingents«.

20.7.1950

Auftakt zum III. Parteitag der SED, der die Umformung der Partei nach sowjetischem Typ abschließt

20.7.1953

In West-Berlin wird im ehemaligen Kriegsministerium das Mahnmal für die Widerstandskämpfer des gescheiterten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 eingeweiht

20.7.1956

Der polnische KP-Chef Edward Ochab räumt ein, dass die blutigen Zusammenstöße in Poznan auch den Fehlern in der Verwaltung und der Partei zuzuschreiben sind.

20.7.1957

Untersuchungsausschuss der UNO kommt zum Ergebnis, dass Ungarn-Aufstand eine
spontane Erhebung zur Abschaffung des Kommunismus war

20.7.1961

Tausende DDR-Bürger besuchen den einen Tag zuvor eröffneten Evangelischen Kirchentag in West-Berlin

20.7.1968

»Neues Deutschland« suggeriert unter dem Titel »Geheimes Waffenlager bei Karlovy Vary« erneut eine angebliche Bedrohung der DDR und der CSSR durch den Westen.

20.7.1972

Der ehemalige Sekretär des Prager Parteikommitees, Jaromir Litera, wird zu zweieinhalb Jahren Freiheitsentzug wegen »Subversion gegen die Republik« verurteilt

20.7.1989

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik veröffentlicht eine Adenauer-Notiz von 1951, auf deren Basis möglicherweise die Oder-Neiße-Grenze als Ostgrenze eines wiedervereinigten Deutschlands anerkannt würde

20.7.1989

Die tschechoslowakischen Behörden verweigern dem früheren Parteichef Alexander Dubcek die Reise zu einem Kongress nach Madrid

20.7.1990

Politiker beider deutscher Staaten gedenken erstmals gemeinsam den Widerstandskämpfern vom 20. Juli 1944

20.7.2008

Nationaler Gedenktag an den Widerstand gegen die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft; 1944 Attentat auf Hitler