Historischer Kalender

22. Juli

22.7.1952

In der neuen polnischen Verfassung wird der totale Machtanspruch der Kommunistischen Partei festgeschrieben.

22.7.1953

Kurz nach Ernennung Hilde Benjamins zur DDR-Justizministerin macht das Oberste Gericht Urteile rückgängig, durch die Teilnehmer des Volksaufstandes freigesprochen wurden

22.7.1956

Am polnischen Nationalfeiertag warnt der sowjetische Ministerpräsident Bulganin in Warschau davor, die »innere Festigkeit des sozialistischen Lagers« durch »nationale Sonderwünsche« zu schwächen.

22.7.1961

»Der Tagesspiegel« berichtet über verschärfte Polizeikontrollen auf den Ost-Berliner S-Bahnhöfen

22.7.1968

US-Außenminister Rusk zu dem sowjetischen Botschafter in den USA Dobrynin: Die Ereignisse in der CSSR seien »Sache der Tschechen und der anderen Warschauer-Pakt-Staaten«.

22.7.1972

In Cottbus verprügeln Jugendliche einen SED-Funktionär. Gegen drei Täter werden Ermittlungsverfahren wegen Rowdytums eingeleitet

22.7.1975

Kritische Veranstaltungsreihe „Eintopp“ im Berliner „Haus der Jungen Talente“ verboten

22.7.1983

Kriegsrecht in Polen wieder aufgehoben

22.7.1987

Sendebeginn von „Radio Glasnost“ in West-Berlin

22.7.1989

Innerhalb von drei Tagen gelingt zehn DDR-Bürgern die Flucht nach Bayern und Niedersachsen

22.7.1990

Volkskammer beschließt Ländereinführungsgesetz und wandelt die DDR damit in einen föderativen Staat mit fünf Ländern um

22.7.1990

In der Mongolei finden die ersten Mehrparteienwahlen statt. Erstmals seit 1921 werben neben der Kommunistischen Partei sechs weitere um die Gunst der Wähler

22.7.1991

Früherer Chef der rumänischen Geheimpolizei Securitate, General Julian Vlad, wegen Völkermords an Ceausescu-Gegnern zu neun Jahren Haft verurteilt