Historischer Kalender

23. September

23.9.1953

Auf dem Weg zum Städtetag in Hamburg wird West-Berlins Regierender Bürgermeister Reuter an der Grenze von der Volkspolizei abgewiesen, weil sein Interzonenpass nicht vollständig sei

23.9.1956

Abgeordnete der britischen Labour Party geben in Ost-Berlin eine Pressekonferenz und informieren über ihre Bemühungen, von der DDR-Regierung Auskunft über in DDR-Gefängnissen inhaftierte SPD-Mitglieder zu erhalten.

23.9.1961

Chruschtschow erklärt, im Falle eines separaten Friedensvertrages würden die Zufahrtswege nach West-Berlin geöffnet bleiben

23.9.1963

Personalausweise mit dem Aufdruck „für Bürger der DDR“ eingeführt

23.9.1968

Jugoslawien hält umfangreiche Übungen der zivilen Landesverteidigung ab.

23.9.1972

Die Bundesregierung gibt bekannt, dass Bundesaußenminister Scheel am 10. Oktober zwecks Aufnahme von diplomatischen Beziehungen in die Volksrepublik China reisen wird

23.9.1976

Erster Aufruf des polnischen Komitees zur Verteidigung der Arbeiter (KOR) unterstützt verfolgte streikende Arbeiter.

23.9.1988

Nach 22 Jahren gibt es in der Ost-Berliner Jüdischen Gemeinde wieder einen Rabbiner

23.9.1989

In Weißenfels veranstalten 20 Jugendliche einen Sitzstreik auf der Hauptverkehrsstraße. Sie rufen u. a. »Wir wollen raus« und »Wir fordern das Neue Forum«. Fünf von ihnen werden festgenommen

23.9.1990

Häftlingsrevolten in der DDR: In 20 von 38 Haftanstalten fordern die Gefangenen mit Dachbesetzungen, Hunger- und Sitzstreiks die Überprüfung ihrer Urteile und eine allgemeine Amnestie

23.9.2003

OVG-Urteil im Prozess um das Vermögen der 1951 in Ost-Berlin gegründeten Parteifirma Novum für Handelsgeschäfte mit Österreich: Vermögen fällt der Bundesrepublik Deutschland und besonders der DDR-Aufarbeitung zu