Historischer Kalender

24. März

24.3.1950

Altenburger Oberschüler nach Protesten gegen die SED verhaftet; vier Lehrer und Schüler werden hingerichtet, andere zu bis zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt

24.3.1952

Im Zuchthaus Bautzen verstirbt Wilhelm Jelinek, als Mitglied einer Widerstandsgruppe 1948 in der SBZ zu 25 Jahren Haft verurteilt

24.3.1953

Der erstmals vergebene Europäische Literaturpreis wird in Genf an den Deutschen Werner Warsinsky und den Exilpolen Czeslaw Milosz verliehen

24.3.1956

Die 3. Parteikonferenz der SED wird in der Werner-Seelenbinder- Halle in Ost-Berlin eröffnet. Im Saal hängt kein Bild von Stalin und es nehmen erstmals westliche Pressevertreter teil.

24.3.1961

Bundesminister Lemmer bittet fluchtwillige DDR-Bürger zu überlegen, »ob sie nicht unserem Land und unserem Volk einen größeren Dienst leisten, wenn sie bleiben«

24.3.1964

Künstler und Kunstwissenschaftler kritisieren auf Kongress des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands die DDR-Kulturpolitik

24.3.1972

Die DDR wird von westdeutschen Briefmarkenbörsen ausgeschlossen, da die Bundesrepublik als einziges Land der Welt keine DDR-Marken direkt beziehen kann

24.3.1989

Bei einem Treffen mit dem ungarischen Parteichef Grosz in Moskau erhebt der sowjetische Generalsekretär Gorbatschow keine Einwände gegen dessen Pläne zur Einführung eines Mehrparteiensystems

24.3.1989

Der ungarische Parteichef Károly Grósz stellt während eines Arbeitstreffens mit Michail Gorbatschow eine Analogie zwischen der sowjetischen Perestroika und den Reformen in Ungarn fest

24.3.1990

Durch Vilnius rollen Panzer und Truppentransporter der Roten Armee. Als Reaktion auf die Unabhängigkeitserklärung Litauens sollen sie die sowjetische Macht wieder herstellen.