Historischer Kalender

24. April

24.4.1950

Beginn des ersten politischen Schauprozesses der DDR in Dessau (Sachsen-Anhalt) gegen Ministerialdirektor Willi Brundert und Sozialminister Leo Herdegen wegen angeblicher Sabotage

24.4.1952

Deutscher Bundestag fordert Amnestie für Jugendliche, die in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert sind

24.4.1953

Der Präsident des Bundesausgleichsamtes, Walter Kühne, erklärt, dass DDR-Bürger, die aus Gefahr für ihr Leben geflohen sind, nach den Grundsätzen des Lastenausgleichs umfassende Hilfeleistungen erhalten sollen

24.4.1956

US-Außenminister John Dulles erklärt in einer Pressekonferenz, dass der sowjetische Einfluss auf die Satellitenstaaten schwinde.

24.4.1959

1. Bitterfelder Konferenz gibt die Losung „Greif zur Feder, Kumpel“ aus

24.4.1961

Aufsehenerregender Grenzübertritt: Ein Ost-Berliner Schäfer flieht mit seinen rund 500 Tieren über die Blankenfelder Sektorengrenze in den Westen

24.4.1972

Der Vorsitzende des tschechoslowakischen Journalistenverbandes Valenta meldet in Prag die Entlassung von 1.212 Journalisten wegen »antisozialistischen Verhaltens« seit 1968.

24.4.1978

Gründung des Komitees zur Verteidigung der zu Unrecht Verfolgten (VONS) in der Tschechoslowakei

24.4.1989

Die Außenminister der EG äußern in Luxemburg ihre tiefe Besorgnis über die Lage der Menschenrechte in Rumänien

24.4.1989

ZDF-Sendung »Kontraste« berichtet über DDR-Bürgerrechtler, die freie und geheime Wahlen oder einen Wahlboykott fordern

24.4.1990

Bundeskanzler Kohl und DDR-Ministerpräsident de Maizière einigen sich in Bonn grundsätzlich auf eine Währungsunion

24.4.1990

Mehrere Tausend Ost- und West-Berliner demonstrieren gegen zunehmende Ausländerfeindlichkeit in der DDR, aber auch in der Bundesrepublik. Ihr Motto lautet: »Menschenrechte sind unteilbar«