Historischer Kalender

24. Juli

24.7.1948

25 oppositionelle CDU-Mitglieder in Berlin von sowjetischem Militärtribunal zu Strafen von bis zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt

24.7.1951

Arno Esch in Moskau erschossen. Er wurde 1949 als Mitglied einer Hochschulwiderstandsgruppe und Liberaldemokrat in Rostock vom NKWD verhaftet und 1950 zum Tode verurteilt

24.7.1953

Bei der 15. Tagung des ZK der SED erklärt Ulbricht die »schablonenhafte Übertragung der Formen und Methoden der Arbeit in der Sowjetunion auf die DDR« für falsch

24.7.1955

24.-27. Juli: Nikita Chruschtschow und Nikolai Bulganin besuchen die DDR; Chruschtschow verkündet die neue sowjetische "Zwei-Staaten-Doktrin"

24.7.1956

Der Generalbevollmächtigte der EKD bei der DDR-Regierung, Grüber, protestiert »gegen den Missbrauch Jugendlicher durch politische Organisationen im gespaltenen Gesamtdeutschland«.

24.7.1959

Vor laufenden Fernsehkameras diskutieren der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow und US-Vizepräsident Nixon in der »Küchendebatte« in Moskau über Vor- und Nachteile des Kommunismus und des Kapitalismus.

24.7.1961

US-Außenminister Rusk denkt in einem Fernsehinterview offen über eine Einschaltung der UNO in der Berlin-Krise nach

24.7.1968

Die Kommunistische Partei Frankreichs fasst eine Resolution, dass die Sowjetunion bei jedwedem militärischen Eingreifen in der Tschechoslowakei zu verurteilen sei.

24.7.1972

Der Selbstwählferndienst wird zwischen West-Berlin und 32 Ortsnetzen in der DDR aufgenommen. Danach kann man für 21 Pfennig 45 Sekunden sprechen

24.7.1983

Franz-Josef Strauss trifft Erich Honecker. Nach der Vermittlung eines Milliardenkredites reist der bayrische Ministerpräsident "privat" in die DDR und trifft auf Schloss Hubertusstock/ Werbellinsee mit Honecker zusammen

24.7.1989

Markus Meckel und Martin Gutzeit rufen zur Gründung einer Sozialdemokratischen Partei in der DDR auf

24.7.1990

Liberale treten nach Streit über die gesamtdeutschen Wahlen und den Zeitpunkt der Einheit aus der DDR-Regierungskoalition aus, SPD droht ebenfalls mit Austritt

24.7.1990

Das sowjetische Außenministerium gibt bekannt, dass zwischen 1945 und 1950 etwa 43.000 Deutsche in sowjetischen Internierungslagern auf dem Gebiet der DDR umgekommen sind