Historischer Kalender

26. November

26.11.1953

Die Sowjetunion schlägt überraschend die Abhaltung einer Viermächtekonferenz in Berlin vor, verlangt jedoch, auch über Beratungen zum Abbau der internationalen Spannungen zu verhandeln

26.11.1956

In einer Radioansprache erklärt János Kádár die Gründe für die Festnahme von Imre Nagy. Bis zu seiner Hinrichtung am 17. Juni 1958 wird dies die letzte öffentliche Meldung über sein Schicksal bleiben.

26.11.1961

Auch Friedhöfe bleiben vom Ausbau der Mauer nicht verschont. Besonders hart trifft es den Invalidenfriedhof, der in den folgenden Jahren rücksichtslos zerstört wird

26.11.1968

Der Sohn eines leitenden Redakteurs von »Neues Deutschland«, Anton Krahl, der gegen die Okkupation der CSSR protestiert hatte, wird wegen Hetze zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

26.11.1969

Säuberungen im tschechoslowakischen Nationalrat: Der Vorsitzende und 53 Abgeordnete müssen ihr Mandat niederlegen, neun Abgeordnete werden gänzlich ausgeschlossen.

26.11.1972

Polen beschränkt die Eintauschquote bei DDR-Reisen auf 200 Ost-Mark pro Person, da es infolge des Ansturms auf DDR-Kaufhäuser zu einer erhöhten Zahlungsbilanz gekommen ist

26.11.1976

Der Dissident Robert Havemann wird in seinem Haus in Grünheide unter Hausarrest gestellt

26.11.1989

Bürgerrechtler, Künstler und SED-Reformer plädieren im gemeinsamen Aufruf »Für unser Land« für einen reformierten Sozialismus und für die Eigenständigkeit der DDR

26.11.1990

Ungarische Regierung kündigt den Austritt des Landes aus dem Warschauer Pakt bis spätestens Ende 1991 an

26.11.1990

Auf ihrer 36. Jahrestagung beraten die NATO-Staaten über die Schaffung neuer Sicherheitsstrukturen in Europa