Historischer Kalender

26. Mai

26.5.1950

Die SED-Führung lässt alle Telefonverbindungen nach West-Berlin unterbrechen

26.5.1952

DDR beschließt Abriegelung der innerdeutschen Grenze und errichtet Sperrzone, die für Flüchtlinge zum Todesstreifen wird.

26.5.1953

Ein mit Möbeln und Maschinenteilen beladener Lkw durchbricht die Grenzsperre in der Wollankstraße in Berlin-Wedding

26.5.1954

Bauarbeiter der Stalinallee, die am 16. Juni 1953 den Volksaufstand ausgelöst hatten, werden zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt

26.5.1956

Laut DDR-Innenministerium dürfen Christen aus der DDR im August ohne Einschränkungen zum Evangelischen Kirchentag nach Frankfurt/Main reisen.

26.5.1961

Vor dem Präsidium der KPdSU betont Chruschtschow sein Ziel, den Flüchtlingsstrom und den Viermächtestatus in Berlin zu beenden

26.5.1972

In Ost-Berlin unterzeichnen Egon Bahr und Michael Kohl (DDR) den Verkehrsvertrag, der erhebliche Erleichterungen für den Reiseverkehr zwischen beiden deutschen Staaten beinhaltet

26.5.1989

Mit einem Motordrachen holen zwei Männer ihren Bruder aus Ost-Berlin und landen vor dem Berliner Reichstagsgebäude in West-Berlin

26.5.1989

Volkskammerpräsident Sindermann wehrt sich gegen Vorwürfe, die SED halte an überholten Sozialismuskonzeptionen fest. Vielmehr halte sie am niedrigsten Brotpreis und höchsten Fleischverbrauch aller sozialistischen Länder fest

26.5.1990

Nach der Wahl der Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin vom 6. Mai einigen sich SPD und CDU auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung

26.5.1990

Im rumänischen Sibiu beginnt der Prozess gegen Nicu Ceaucescu, den Sohn des früheren Diktators. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 1989 als KP-Chef von Sibiu Schießbefehl gegen Demonstranten gegeben zu haben