Historischer Kalender

28. November

28.11.1953

Der Untersuchungsausschuss freiheitlicher Juristen teilt mit, dass in der DDR gegenwärtig etwa 250 Störsender gebaut werden, die den Empfang westlicher Sender verhindern sollen

28.11.1956

Der DDR-Rundfunk erklärt, dass die Fehler der ungarischen Regierung hätten verhindert werden können, »wenn die von Stalin erörterten Grundfragen des Leninismus angewendet worden wären«.

28.11.1957

Der Leipziger Studentenpfarrer Georg-Siegfried Schmutzler wird als angeblicher Westagent zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt

28.11.1961

Ulbricht gibt sich in einer Rede vor dem Zentralkomitee als Kritiker Stalins aus

28.11.1968

Der Kulturausschuss der tschechoslowakischen Nationalversammlung bekräftigt, dass das Wirken der Nachrichtenmedien, die während des Einmarsches aus dem Untergrund gesendet hatten, legal gewesen sei.

28.11.1972

Die DDR beginnt mit den Vorbereitungen für zwei neue Grenzübergänge nach Niedersachsen, die im Rahmen des Grundlagenvertrags abgesprochen wurden

28.11.1988

Öffentliche Proteste gegen das Verbot der Zeitschrift „Sputnik“ in Leipzig

28.11.1989

Bundeskanzler Kohl verkündet ein »Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas«. Die internationalen Reaktionen sind kritisch verhalten bis ablehnend

28.11.1990

Die UN-Wirtschaftskommission für Europa warnt vor einem Scheitern der Reformprozesse in Mittel- und Osteuropa und appelliert an die westlichen Regierungen, durch Finanzhilfen gegenzusteuern

28.11.1997

Landgericht Leipzig verurteilt die an Todesurteilen in den Waldheimer Prozessen beteiligte Richterin Irmgard Jendretzky wegen Rechtsbeugung und Totschlag zu vier Jahren Haft.