Historischer Kalender

30. März

30.3.1953

Jugoslawische Bauern dürfen zwangsweise gebildete Kollektivwirtschaften wieder verlassen und ihr Eigentum behalten

30.3.1953

In Potsdam beginnt gegen den katholischen Pfarrer der Gemeinde Velten, Busch, ein Prozess wegen »Boykotthetze«. Er wird zu fünf Jahren Haft verurteilt

30.3.1955

Proteste Greifswalder Medizinstudenten gegen die Militarisierung der Universität enden mit mehr als 200 Verhaftungen.

30.3.1956

Politbüromitglied Karl Schirdewan erklärt auf der 3. Parteikonferenz der SED: »Die Ablehnung des Personenkults bedeutet keinesfalls eine Herabsetzung der Autorität der gewählten Leitungen, kein anarchistisches Verhältnis zu den Führern«.

30.3.1961

»Neues Deutschland« behauptet, »republikflüchtige junge Mädchen« seien in Westdeutschland »Freiwild für Mädchenhändler«

30.3.1972

SED-Volksbildungsfunktionär Ehlert erklärt, dass in der DDR nur »charakterlich und politisch« Gefestigte studieren sollten

30.3.1978

Als erster westlicher Regierungschef trifft der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky zum Staatsbesuch in der DDR ein

30.3.1989

Die DDR-Regierung kündigt eine begrenzte Erweiterung und Lockerung der Reisebestimmungen in den Westen an

30.3.1989

Das Bezirksgericht Schwerin verurteilt einen West-Berliner Fluchthelfer wegen »staatsfeindlichen Menschenhandels« zu acht Jahren Haft

30.3.1990

NVA-Soldaten beginnen Grabungen im Schmachtenhagner Forst bei Oranienburg, wo die Überreste von Opfern des sowjetischen Speziallagers Sachsenhausen vermutet werden

30.3.1990

Ex-MfS-Oberst Bernd Fischer ordnet als Chef der »Gruppe zur Auflösung der Hauptverwaltung Aufklärung« die schnelle Vernichtung von Akten über Spione im Westen an