Historischer Kalender

30. Juni

30.6.1946

„Volksentscheid in Sachsen“ leitet die Enteignung der Industrie in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) ein

30.6.1946

Sowjetische Militäradministration sperrt die Demarkationslinie zu den anderen Besatzungszonen, Beginn verschärfter Grenzkontrollen

30.6.1952

Grundsteinlegung für das spätere Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde

30.6.1953

Der sowjetische Stadtkommandant, Dibrowa, lehnt die von seinen drei westlichen Kollegen geforderte Wiederherstellung des freien Verkehrs zwischen Ost und West ab

30.6.1956

Das Politbüro der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei weist angesichts der Ereignisse in Poznan alle großen Zeitungen des Landes an, zum »verstärkten Kampf gegen Feinde der demokratischen Ordnung« aufzurufen.

30.6.1961

Im ersten Halbjahr 1961 sind rund 101.000 Menschen aus der DDR in den Westen geflüchtet

30.6.1972

Die fünfte Runde der Vorgespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Bonn und Prag endet ergebnislos, da man sich in der Frage der Gültigkeit des Münchner Abkommens von 1938 nicht einigen kann

30.6.1978

Rudolf Bahro wird in der DDR wegen der Veröffentlichung seines Buches "Die Alternative" zu acht Jahren Haft verurteilt.

30.6.1989

Nach dem Wahldesaster sprechen sich ZK-Mitglieder der polnischen KP gegen die Kandidatur von Jaruzelski für das neu geschaffene Amt des Staatspräsidenten aus

30.6.1989

Der serbische Historiker Miodrag Milic warnt im Interview mit der »taz« vor einem Bürgerkrieg in Jugoslawien

30.6.1990

Einstellung aller Grenzkontrollen zwischen Bundesrepublik Deutschland und DDR

30.6.1990

Am Abend warten 10.000 Menschen auf die Öffnung der Filiale der Deutschen Bank am Alexanderplatz in Berlin, die bereits ab Mitternacht DDR-Mark in D-Mark umtauscht