Historischer Kalender

5. September

5.9.1918

Der Beschluss des Rates der Volkskommissare über die Einführung des »Roten Terrors« in der Sowjetrepublik bildet die Grundlage für die Repressionspolitik des kommunistischen Regimes.

5.9.1951

DDR-Justizminister Max Fechner verbietet die Bezeichnung „politische Häftlinge“, weil es „kriminelle Verbrecher“ seien

5.9.1953

Nach Angaben der Berliner Senatsabteilung für Sozialwesen befinden sich in West-Berlin fast 60.000 DDR-Flüchtlinge, die seit 1949 nicht als politische Flüchtlinge anerkannt wurden

5.9.1956

In einem Schreiben an das Deutsche Rote Kreuz erklärt sich die polnische Regierung dazu bereit, die Ausreise von Deutschen aus Polen in die Bundesrepublik zu erleichtern.

5.9.1961

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, macht den Bundesländern den Vorschlag, die Verbrechen der SED gemeinsam zu verfolgen. Daraus entstand die Zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter

5.9.1968

»Neues Deutschland« gibt den Absturz einer bulgarischen Verkehrsmaschine an der Schwarzmeerküste zwei Tage zuvor bekannt, bei dem u. a. 43 DDR-Bürger den Tod fanden.

5.9.1972

Bei einem Anschlag der arabischen Organisation »Schwarzer September« auf die israelische Olympiamannschaft in München werden 17 Menschen getötet

5.9.1989

Aufgrund der bevorstehenden Öffnung der ungarischen Westgrenze kommt es im SED-Politbüro zur ersten kontroversen Debatte seit Jahren

5.9.1990

Der Akademische Rat der Leipziger Karl-Marx-Universität spricht sich mehrheitlich dafür aus, »Karl Marx« aus dem Namen der Hochschule zu streichen